Rhena

Dreifache Schlammlawine beim Feuerwehrhaus - Video online

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- Korbach-Rhena (jk). Heftiger Regen spülte am Freitagabend gleich dreimal Schlammfluten vors Feuerwehr-Haus in Rhena – bereits der dritte Schlamm-Alarm in wenigen Jahren. Am Samstag musste die Feuerwehr dann nahe der Grillhütte ein weiteres Grundstück von Schlamm befreien.

Gegen 18.30 Uhr war Rhena am Freitagabend in Not: Dunkle Gewitterwolken brauten sich zusammen, dann goss es wie in Sturzbächen. 21 Liter auf den Quadratmeter in nur 15 Minuten, notierte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Denn im Korbacher Ortsteil war für die Feuerwehr wieder einmal Kehraus vor der eigenen Haustür angesagt. Zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre spülte der Regen eine Schlammlawine vom benachbarten Feld bis hinein ins Feuerwehrhaus. Rund zehn Zentimeter hoch stand die Brühe im Hof bis hin zur Straße. Aber auch die Feuerwehrgarage und der Schulungsraum blieben vom Schlamm nicht verschont. Mit 27 Brandschützern rückte die Rhenaer Wehr an, mit zwei Fahrzeugen und neun Mann eilten Kameraden aus Korbach zur Hilfe. Überdies waren zwei Landwirte mit Schneeschiebern im Einsatz. Danach musste der verdreckte Kanal lange gespült werden, um die Rohrleitung bis nach Hillershausen freizuhalten. Kurz nach 21.30 Uhr wurde die Rhenaer Feuerwehr abermals alarmiert. Ein zweites Gewitter hatte die nächste Schlammlawine ausgelöst. Und nur eine Stunde später wälzte sich abermals Erde vom Feld zum Feuerwehrhaus. Da hatten die Rhenaer wohlweislich schon einen kleinen Damm quer über den Hof gezogen, um wenigstens Garage und Schulungsraum trocken zu halten, erklärt Wehrführer Friedrich Bunte. Am Samstagmorgen rückte dann eine Handvoll Brandschützer abermals aus: Von einem anderen Feld war die Erde Richtung Grillhütte die Straße hinuntergespült worden. Die Feuerwehr musste eine Hauseinfahrt vom Schlamm befreien. Stadtbrandinspektor Schmidt will umgehend mit der Versicherung und dem Landwirt Kontakt aufnehmen – wegen der Schäden, aber auch um weiteren Erdlawinen in Rhena vorzubeugen. Die Rhenaer Feuerwehrleute haben bereits Möglichkeiten diskutiert, erklärte Bunte.

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