175 Teilnehmer feiern beim 24-Stunden-Schwimmen den Geburtstag von Freibad und Förderverein

Die dreifache Vasbecker Pool-Party

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Diemelsee-Vasbeck - Ob auf dem Rücken oder auf der Brust, ob mit Tempo im Kraulstil oder gemächlich treibend – beim 24-Stunden-Schwimmen in Vasbeck war jeder Schwimmtyp willkommen.

Wie sich die Zeiten doch ändern. Als 1928 die Badeanstalt in Vasbeck eröffnet wurde, da zahlten Einheimische zehn Pfennig Eintritt, Fremde mussten mal eben das Doppelte ausgeben. Auch erhielt der Bademeister 20 Mark für seine Arbeit.

Heute, 85 Jahre später, zahlen Nicht-Vasbecker im Freibad den gleichen Preis wie Vasbecker. Und die 19 Badeaufsichten arbeiten allesamt ehrenamtlich. Wer auf solch eine lange Geschichte zurückblicken kann, der darf das auch gebührend feiern. Das machten die Vasbecker dementsprechend am Wochenende. 85 Jahre Freibad und zehn Jahre Förderverein wurden Samstag und Sonntag mit dem zehnten 24-Stunden-Schwimmen gewürdigt.

Und die weit über 175 Schwimmer – von jung bis alt – fanden optimale Bedingungen vor. Die Außentemperatur angenehm, das Wasser mit 24 Grad Celsius ebenso. Was kann es da Schöneres geben, als Bahn um Bahn im 25 Meter langen Becken zu ziehen?
So manch einer mit Scheu vor dem erfrischenden Nass hatte darauf eine Antwort. Die zahlreichen Gäste genossen das umfangreiche Programm am Beckenrand, egal ob mit den Sambatrommlern Volkmarsen, dem Feuerkünstler am Samstagabend oder dem Shanty-Chor Hesperinghausen am Sonntagmorgen, pünktlich zum Brunch.

Vasbecks Ortsvorsteher Albrecht Tobien ehrte den Fördervereinsvorsitzenden Martin Brücher für die geleistete Arbeit.

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Und so war Fördervereinsvorsitzender Martin Brücher rundum zufrieden. „Es passte einfach alles, und dann freuen wir uns auch, wenn sich die Mühe im Vorfeld lohnt.“ 463 Kilometer legten die 175 Schwimmer zurück. Der jüngste Teilnehmer war Jan Möllering mit gerade mal einem Jahr, die ältesten Wasserratten waren Erwin (80 Jahre) und Sigrid Kleinhans (78). Als „wahnsinnig“ bezeichnete Brücher die Leistung eines Schwimmers aus Waiblingen. Der Sportler war 23 Stunden im Wasser unterwegs, eine Stunde nutzte er für eine Essenspause. Er hatte laut Brücher im Internet von dem Rennen gelesen und so seinen Urlaub in der Region damit verbunden.

Bei all dem Engagement, mit dem sich viele des Fördervereins für Freibad einsetzen, scheint ein Wunsch Martin Brüchers sehr realistisch: „Der Erhalt des Bades auf Dauer.“ Am Wochenende stieg die Mitgliederzahl des Vereins auf 630 an. Die neueste Attraktion in Vasbeck bleibt vorerst für vier Wochen. Ab Mittwoch, 18 Uhr, können die Besucher das gemietete Saunafass nutzen.

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