Korbach

Druckerei kauft ehemaliges Autohaus

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- Korbach (lb). Die Korbacher Druckerei Sprenger kauft das ehemalige Autohaus Lohmann und will im Sommer in die Immobilie an der Arolser Landstraße umziehen.

Der Kaufvertrag ist bereits unterschrieben, ab 1. April wird die Immobilie, die nach der Insolvenz des Audi-Autohauses fast ein Jahr leer stand, offiziell in den Besitz der Druckerei übergehen. Nach Umbauarbeiten, die zwei bis drei Monate dauern sollen, will das Korbacher Familienunternehmen im Sommer vom Standort „Auf Lülingskreuz“ in die Arolser Landstraße umziehen. Die Druckerei vergrößert sich damit von 3000 auf 7000 Quadratmeter.

„Wir sind hier an unsere Kapa-zitätsgrenzen gestoßen“, sagt Firmenchef Friedrich-Wilhelm Sprenger. Die 1967 gegründete Druckerei residiert seit 1978 in dem Mischgebiet „Auf Lülingskreuz“ und beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter. Das Portfolio reicht von der Visitenkarte bis zum Hochglanz-Katalog und richtet sich an Privat- bis Großkunden, die mittlerweile aus dem ganzen Bundesgebiet kommen. Mit dem Plus an Aufträgen haben in den vergangenen Jahren auch die Papierlieferungen zugenommen – mit entsprechenden Anforderungen an Lagerflächen.

Seit der Schließung des Autohauses hat die Druckerei deshalb ein Auge auf die Immobilie geworfen. „Die Lage am Ortsausgang ist optimal“, sagt Junior Jörg Sprenger. Die Liegenschaft ist für Lieferanten gut zu erreichen und bietet auch mehr Parkplätze für Kunden. Druckerei und Autohaus haben darüber hinaus mehr Gemeinsamkeiten, als es vermuten lässt. Die Ansprüche an die Räumlichkeiten sind ähnlich: So wird das Ersatzteillager künftig zum Papierlager, die Werkstatt zum Drucksaal. Von der Absauganlage bis zum Kompressorraum können viele technische Einrichtungen weiter verwendet werden.

Zusätzlich eingebaut wird eine Luftbefeuchtungsanlage für optimales Raumklima, wichtig für die Druckqualität. In der Ausstellungshalle wird unter anderem die Druckvorbereitung angesiedelt, und auch die Sparte Digitaldruck, mit der Kleinstauflagen möglich sind, soll dort besser präsentiert werden. Die neuen Räume bieten auch die Möglichkeit zur Expansion: Eine weitere Druckmaschine ist bereits geplant. Zusätzliche Arbeitsplätze sollen mittelfristig in Verwaltung, Druck und Weiterverarbeitung entstehen. Zur investierten Summe wollte Sprenger nichts sagen.

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