Tausende Hecker-Kräppel gingen am Wochenende für einen guten Zweck über die Theke

Es duftet wieder in Heckers Hüttchen

Korbach - Herzhaft zubeißen und schmecken lassen: Kurz vor Silvester laden die Heckers zum Kräppelbacken ein – für den guten Zweck. Am Wochenende zeigten die ehrenamtlichen Helfer wieder Ausdauer und brachten Tausende Gebäckstücke unter die Korbacher.

Sie haben das geheime Geheimrezept, dem längst die meisten Korbacher verfallen sind, aus dem Backbuch hervorgeholt. Die vielen Sponsoren aus der Region haben Lebensmittel gespendet und auch der Zeitplan steht: Heckers Hüttchen steht drei Tage vor der Jahreswende wieder im Zeichen der Kräppel. Das hat längst Tradition – sowohl das Backen als auch das Kaufen. Und der Erlös kommt der Kinderkrebshilfe und der Korbacher Tafel zugute. Auch das ist längst abgemachte Sache. Vor vielen Jahren servierten Frank und Walter Hecker in der Hütte in der Marker Breite zum ersten Mal die Kräppel. „Damals wollten wir ein Zigarettchen rauchen, ein Bierchen trinken und ’nen Kräppel futtern“, sagt Frank Hecker. Beim Zigarettchen und beim Bierchen ist es geblieben, aber die Arbeit hat sich vervielfacht. Denn inzwischen gehen fast 8000 Kräppel über die Theke. „Das hat sich rasend schnell entwickelt“, sagt Frank Hecker. Und deswegen beginnt der Backmarathon der vielen ehrenamtlichen Helfer bereits in der Nacht. Dann wird der Teig angesetzt, bevor das Gebäck im Fett zu brutzeln beginnt. Im ersten Jahr servierten die Bäcker ihren Gästen rund 1500 Kräppel, 2006 waren es schon 2800, zwei Jahre später schon 4000 und im vergangenen Jahr verkauften die Helfer 7600 Kräppel. „In diesem Jahr haben wir uns mal die 8000er-Grenze vorgenommen“, sagt Frank Hecker. Aber irgendwann sei die Grenze eben auch erreicht – die Bäcker können dann trotz der inzwischen hochmodernen Anlage nicht mehr schaffen und die Hütte kann nicht mehr voller werden. Unterstützung bekommen die Heckers übrigens nicht nur von vielen treuen Bäckern, sondern auch von heimischen Unternehmen. „Die spenden Eier oder Mehl und sorgen so dafür, dass wir das Geld nicht mehr auslegen müssen“, sagt Frank Hecker, „das wäre bei diesen Dimensionen auch gar nicht mehr möglich.“ Hinzu kommt das Technikteam hinter den Kulissen. Denn es vergeht kein Jahr, in dem die Technik in der schmucken Backstube neben der Hütte nicht auch mal hakt. Dann springen Peter und Sven Lorenz und Rolf Kugler ein und helfen, wo Hilfe benötigt wird. Maschinen laufen wieder und Thermostate nehmen ihre Arbeit wieder auf.Damit die Bäcker bei Kräften bleiben, spendiert ein heimischer Metzger Eintopf zum Mittagessen und stärkt so gleichzeitig auch die Motivation der Truppe. Das gilt auch für die Musiker der Highland-Pipes, die am Sonntag für flotte Klänge an Heckers Hüttchen sorgen. Am Ende des Einsatzes hat jeder der Mitarbeiter rund 50 bis 60 Arbeitsstunden auf dem Konto – das ist ihr Geschenk für den guten Zweck. (resa)

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