Goldhausen

Durchbruch in den Goldstollen

- Korbach-Goldhausen (jk). Noch mehr Abenteuer für Besucher – dies verspricht das Bergwerk in Goldhausen. Zur Erweiterung des Stollens bohrt sich derzeit eine Spezialfirma ins 
Gestein am Eisenberg.

Jürgen Pröhl zieht einen blauen Hebel am Bohrwagen, dann dreht sich das Metallgestänge langsam ratternd ins Gestein. Nach einigen Minuten zieht der Hubarm den bezahnten „Stocher“ wieder aus der Erde. Thomas Künzel klopft mit einem Hammer gegen das Bohrgestänge – und erntet bröseliges rotes Gesteinsmaterial. „Durch diese lockere Schicht müssen wir erst mal durch, bis zum harten Fels“, erklärt Jürgen Pröhl. Geologisch ist der rund 300 Millionen Jahre alte Kieselschiefer gemeint, in dem das Gold vom Eisenberg steckt. Am harten Fels wollen Pröhl und Künzel dann mit einer Art Diamantbohrer ansetzen, einer speziellen Bohrkrone, um Stück für Stück die festen Gesteinskerne rund 50 Meter tief aus dem Berg zu ziehen. Das Loch von oben, direkt am steilen Weg zur Burgruine auf dem Eisenberg, dient künftig dann als zusätzliche „Bewetterung“ (Belüftung) für einen Bergbaustollen. Korbacher Vermessungsexperten hatten den Bohrpunkt schon vor über zwei Jahren festgelegt – tief in einem Seitengang des „Unteren-Tiefen-Tal-Stollens“. Dieser Querschlag des Besucherbergwerks soll künftig rund 200 Meter mehr Abenteuer bei Führungen durch die 
goldene Unterwelt bieten. Schließlich ist das Gewirr 
von Stollen und Schächten in Goldhausen einmalig in Deutschland: ein Relikt des wohl größten historischen Goldbergwerks in Mitteleuropa.Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Dienstag, 24. August 2010.

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