Vorhandener Plan sieht die Errichtung von Wohnraum vor

Ehemaliger belgischer Kindergarten in Korbach: Verkauf der Ruine rückt näher

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Kein schöner Anblick: Zertrümmerte Scheiben und Wildwuchs sind überall zu sehen.

Korbach - Der ehemalige belgische Kindergarten in der Pyritzer Straße in Korbach ist schon lange ein Schandfleck in der Stadt. Jetzt scheint ein Abriss der Ruine zumindest etwas näher zu rücken.

Zertrümmerte Scheiben, bröckelnder Putz an allen Wänden, verwahrloste Räume und überall Wildwuchs: Der ehemalige belgische Kindergarten in der Pyritzer Straße in Korbach gammelt immer weiter vor sich hin. Bei dem Gebäude, das Bürgermeister Klaus Friedrich als „den letzten Schandfleck in der Stadt“ bezeichnet, handelt es sich um eine ehemalige Liegenschaft der belgischen Streitkräfte. Seit die Belgier Mitte der 1990er-Jahre Korbach verlassen haben, steht das Areal leer und zerfällt zusehends.

Innenhof : Auch hier sieht es trist aus. Der Putz an der Fassade bröckelt vor sich hin.

Zuletzt schien es jedoch so, als käme Bewegung in die Diskussion um die Zukunft des kaputten Gebäudes. „Die Besitzverhältnisse sehen wie folgt aus: Die Liegenschaft gehört einer Gemeinschaft mit mehr als 80 Eigentümern, die vor allem in Norddeutschland ansässig sind. Daher gestalteten sich die Verhandlungen in der Vergangenheit auch so schwer“, berichtete Bürgermeister Friedrich auf Anfrage unserer Zeitung. Die Stadt Korbach habe mittlerweile aber einen Anteil erworben, um an Informationen über die Planungen rund um das Objekt in der Pyritzer Straße zu kommen. „Fakt ist: Die Eigentümer sind mittlerweile bereit, zu verkaufen. Das war in den zurückliegenden Jahren nicht der Fall gewesen, jetzt könnte sich tatsächlich etwas tun.“

Ob die Stadt Korbach im Falle eines Verkaufs das Areal erwirbt, lässt Klaus Friedrich allerdings offen. „Es gibt auch schon einen privaten Interessenten“, lässt der Rathaus-Chef durchblicken.

Kein schöner Anblick: Zertrümmerte Scheiben und Wildwuchs sind überall zu sehen.

Auf die Frage, wie das Areal nach einem Verkauf und einem Abriss der dortigen Ruine genutzt werden könnte, sagte der Bürgermeister gegenüber unserer Zeitung. „Der Bebauungsplan sieht für den Bereich eine Wohnbebauung vor. Ich appelliere deshalb umso mehr an die Eigentümer, schnellstmöglich einem Verkauf zuzustimmen. Die Schaffung von Wohnraum für die Bevölkerung ist – gerade in diesen Zeiten – eine sehr wichtige soziale Aufgabe.“

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