Hobbykünstlerinnen feiern „10 Jahre Zeichenzirkel“ mit Ausstellung

Einblicke in farbenfrohes Arbeiten

Korbach - Nomen est omen: Die Zahl 10 ist das Thema der 
Jubiläumsausstellung 
„10 Jahre Zeichenzirkel“, die in dieser Woche im Korbacher Bürgerhaus 
 eröffnet wurde.

Die zehn Hobbykünstlerinnen hatten in verschiedenen Techniken und unterschiedlichen Materialien den Anlass der Ausstellung aufbereitet. Sabine Neuhaus entschied sich für graphische Zahlenspiele mit intensiven Farbkontrasten, die mit ihren Korbacher Stadtansichten in gedeckten Farben kontrastieren. Mit einer nicht minder bunten Serie von 10 Stillleben und entsprechend viel oder weniger Obst auf dem Teller gestaltete Marlies Teppe ihr sinnlich-organisches Gegenstück. Hannelore Schultze legte mit getrocknetem Laub den munter-morbiden Abzählreim „10 bunte Vögel“ aus, Sigrid Henseling schmückte eine ihrer Wände mit der Aufstellung „10 Dinge, die ich mit dem Zeichenzirkel verbinde“. Dazu zählten ebenso „Individualität“ als auch „Gemeinschaft“ beim Entdecken von Neuem oder „Weiterentwicklung“, „Sehen lernen“, „Farbrausch“ und „Experimentieren“. Die stilistische Bandbreite der daneben und darüber hängenden Bilder reicht von expressionistisch-bunter Franz-Marc-Nachfolge über Stadtansichten bis hin zu in unterschiedlichen Graustufen und Brauntönen ausgeführten surrealen Seelenlandschaften. Ganz reale Landschaften in Mischtechnik sind die Domäne von Hannelore Schultze. Voll der Magie der Zahlen verschrieb sich Elfriede Hankel in ihrem in Acryl ausgeführten Triptychon „rund um die 10“ dem Zirkel als einzigem konkreten Gegenstand. Bezaubernde Kindergesichter wurden zum Thema für Annelies Böhme, große Formate mit Giraffen oder Engel beim Tangotanz sind die Spezialität von Tanja Fieseler, die im dreidimensionalen Kunstwerk „Das schönste Herz“ ihre Begeisterung auf die Leinwand brachte und beim mit 10 Alkoholsorten und Tusche gemalten Jim Beam auch nicht mit Humor sparte. Marlies Teppe gestaltete das Zahlenmotto mit einer Serie Stillleben. Die Freude am Austausch und der Weiterentwicklung durch gegenseitige Unterstützung stand im Zentrum der Begrüßungsansprache von Bürgermeister Klaus Friedrich, der die gebotenen Einblicke in farbenfrohes Arbeiten genoss und die durchweg positiven Erfahrungen der Zeichenzirkelgruppe gegen das Motto von Friedrich Wilhelm I. von Preußen setzte, denn der Soldatenkönig hatte jedes seiner Bilder mit dem Motto „In tormentis pinxit“ (Unter Schmerzen gemalt) gezeichnet. Bei ihrem Rückblick auf zehn Jahre, in denen zunächst jede in ihrem bevorzugten Stil malte, ehe sich gemeinsame Projekte entwickelten, ging Sigrid Henseling auch auf die bisherigen Ausstellungen ein, wie das mit Korbacher Künstlern aus unterschiedlichen Kulturen gestaltete „Miteinander, Nebeneinander“ (2009) und „Wenn das Brot als Rose blüht“, das mit dem Integrationsprojekt „MIT-Korbach“ veranstaltet wurde. Dabei erinnerte sie auch an die aus Kiew stammende Malerin Tanja Büttner, mit der es trotz anfänglicher sprachlicher Schwierigkeiten zu einem regen kreativen Austausch gekommen war. Die letzten beiden Bilder der am 3. Dezember 2013 verstorbenen Künstlerin sind ebenfalls Teil der Ausstellung.Die Jubiläumsausstellung des Zeichenzirkels ist noch bis zum 15. Juni im Bürgerhaus zu sehen, montags bis freitags von 14 bis 21 Uhr, samstags und sonntags von 12 bis 16.30 Uhr. Von Armin Hennig

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