Axel Genuit folgt Beispiel seines Vaters und schießt in Schwalefeld den Vogel ab

Aus einer königlichen Familie

+

Willingen - Schwalefeld - Die Schwalefelder Schützen haben einen neuen Regenten: Axel Genuit schoss den Vogel ab. Er übernahm die Regentschaft gemeinsam mit seiner Frau Doreen.

Der 44-Jährige stammt aus einer wahrhaft königlichen Familie. Sein Vater Hans-Heinrich, der zu den Mitbegründern des Schwalefelder Schützenvereins zählte und lange Jahre als Vorsitzender Verantwortung trug, war 1988/89 Schützenkönig. Töchterchen Jessica ist die derzeit amtierende Kinderkönigin.

Ein Rekordflügel

28 Schützen beteiligten sich am Königsschießen, das von der Big Band Battenberg schwungvoll begleitet wurde. Die Zuschauer erlebten dabei einen neuen Rekord: Der erste Flügel fiel erst nach knapp zweieinhalb Stunden und 448 Schuss. „Nächstes Jahr nehmen wir wieder einen Holzvogel und keinen gusseisernen“, scherzte Vorsitzender Volker Leyhe. Und sein Stellvertreter Wilhelm Bärenfänger, der den Wettkampf moderierte, dachte schon darüber nach, das technische Hilfswerk anzufordern, um die Szenerie notfalls abends in Flutlicht tauchen zu können. Doch so weit kam es nicht. Nachdem der Flügel zunächst abklappte, konnte sich Christoph Müller schließlich die Trophäe sichern. Er hat übrigens in der Vergangenheit schon öfters seine Treffsicherheit bewiesen: Christoph war 2000/01 Kinder- und 2005/06 Jugendkönig.

Nachdem der Bann gebrochen war, ging es ganz schnell. Nach weiteren 30 Schuss stand Dieter Becker (Schützenkönig 1980/81) als zweiter Flügelschütze fest.

Drei Königskandidaten

Um die Königswürde wetteiferten diesmal drei Schützen: Ulrich Brachmann (44), der in den letzten Jahren schon sieben- oder achtmal Wackelkönig war; Jugendwart Michael Donath (41), der 1977 als erster Schwalefelder Kinderkönig in die Vereinsgeschichte einging; und Axel Genuit, der den hölzernen Vogel mit dem 80. Schuss erlegte. Der neue Schwalefelder Schützenkönig arbeitet als Food and Beverage Manager im Willinger „Sauerland Stern Hotel“. Ebenso wie Ulrich Brachmann ist auch er in den letzten Jahren schon wiederholt als Königskandidat ins Rennen gegangen.

Für das bisherige Königspaar Gabriela und Andreas Emde ging das ereignisreiche Jahr am Sonntag mit einem rundum gelungenen Festball zu Ende. Dabei glänzten die Paare des Königstischs mit humorvollen Parodien auf viele Berühmtheiten. So waren nicht nur Udo Lindenberg, Abba und Udo Jürgens in der Schwalefelder Festhalle zu Gast, sondern sogar der Papst gab sich ein Stelldichein.

Das neue Königspaar stellte sich seinen „Untertanen“ gestern Abend bei einer großen Polonaise vor. Wir werden darüber noch berichten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare