Goldhausen II siegt bei Stadtpokal-Wettkämpfen der Korbacher Feuerwehren

Eine Sekunde macht den Unterschied

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Korbach-Lelbach - Sekunden können entscheidend sein. Das gilt bei der Feuerwehr nicht nur im Ernstfall, sondern auch beim Stadtpokal. Weil sie beim Knoten eine Sekunde schneller als Lengefeld waren, holte sich Goldhausen II den Titel.

Welches Spektrum die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren umfasst, zeigte sich am Wochenende eindrucksvoll. Da war zum einen der Brand bei der Firma Ante-Holz in Somplar am Samstag (Seite 18). Korbacher Feuerwehrleute halfen bei den Löscharbeiten. Da war zum anderen der tödliche Motorradunfall in der Nacht zu Sonntag. Wieder waren die „Brandschützer“ vor Ort (siehe weiterer Text). Zwei Einsätze unterschiedlicher Art, aber beides Einsätze, bei denen die freiwilligen Helfer dringend gebraucht wurden.

Da kann sich glücklich schätzen, wer eine funktionierende Feuerwehr hat, die dazu noch regelmäßig trainiert. Und glücklich war Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt am Samstagabend nach den Stadtpokal-Wettkämpfen am Lelbacher Gemeindehaus. 13 Mannschaften aus Korbach und den Ortsteilen waren angetreten. „Ich wüsste nicht, wann wir das letzte mal so viele Gruppen hatten“, sagte Schmidt. Wegen des Brandes in Somplar musste zudem ein Korbacher Team absagen.

Vier Teams ohne Fehler

Und dann das Ergebnis: Gleich vier Mannschaften lösten die theoretischen und praktischen Aufgaben ohne Fehler. „Das ist mehr als spitzenmäßig, einfach ein super Niveau“, strahlte Schmidt. Im praktischen Teil wurde ein Wohnungsbrand simuliert. Die Feuerwehrmänner mussten die Wasserversorgung aufbauen, eine Person retten und den Löscheinsatz aus der Höhe sowie vom Boden starten. Im Anschluss galt es in möglichst kurzer Zeit, verschiedene Knoten richtig zu binden. Im theoretischen Teil mussten 15 Fragen beantwortet werden.

Das schafften Nordenbeck (4. Platz), Nieder-Ense (3.), Lengefeld (2.) und Goldhausen II zu 100 Prozent. Also entschied die Zeit beim Knotensetzen, und da war Goldhausen mit 18 Sekunden eine schneller als Lengefeld. Die weiteren Plätze gingen an Goldhausen I (5.), Helmscheid (6.), Korbach (7.), Lelbach I (8.) und Ober-Ense (9.). „Selbst die letzte Mannschaft war gut“, verwies Friedhelm Schmidt auf die Leistungsdichte. Fünf weitere Teams traten in einer gesonderten Wertung ohne Fragebogen an. Hier siegte Goldhausen V vor Lelbach II, Goldhausen IV und Goldhausen III. „In Goldhausen ist heute wohl nur noch der Ortsvorsteher“, lobte Friedhelm Schmidt die Mannschaftsstärke der Ortsteilwehr.

Ehrungen

Im Rahmen des Kameradschaftsabends wurden Mitglieder der Korbacher Wehren geehrt. Eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen für 10 Jahre aktiven Dienst erhielten Steffen Bricher, Andreas Briehl, Torben Kesting (alle Nieder-Ense), Bettina Block (Korbach), Dirk Mitze (Meineringhausen), und Christian Göbel (Nieder-Schleidern); Seit 20 Jahren dabei sind Stephan Klein (Nieder-Ense), Manuel Priwitzer (Hillershausen), Ralf Jacob, Jürgen Oehl (beide Lelbach), Anette Kieweg (Rhena) und Jörg Bangert (Strothe); Für 30 Jahre aktiven Dienst wurden Jörg-Stefan Müller, Thomas Emde und Gerhard Foth (alle Rhena) ausgezeichnet; Seit 40 Jahren verrichten Wolfgang Becker (Korbach), Karl Tönepöhl (Helmscheid) und Karl-Heinz Briehl (Nieder-Ense) ihren Dienst.Das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten Harald Brücher, Marcus Pillkahn und Tobias Pillkahn. Detlef Lehmann bekam für 40 Jahre aktiven Dienst das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande und die Ehrenurkunde und Plakette in Silber des Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverbandes. (tt)

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