Drehteam mit Wurzeln aus dem Landkreis: Charlotte Chang ist professionelle Maskenbildnerin

Eine Waldecker Maske für Schweighöfer - Video

- Er schwitzt. Ganz leicht. Also greift Maskenbildnerin Charlotte Chang in ihre kleine Tasche und schminkt nach. Für sie ist der Dreh ein Besuch in der Heimat: Sie stammt aus Sachsenhausen.

Ihr Hauptwohnsitz heißt inzwischen Berlin. Dass Charlotte Chang, die die Alte Landesschule besucht hat, beruflich in ihre Heimat zurückreist, hätte sie wohl auch kaum gedacht. „Das Team hat im Vorfeld bei Google Maps nach einem Ort gesucht, bei dem ein großer See und viel Wald zusammenkommen. Und so fiel die Wahl erst auf den Edersee und dann auf Korbach“, lüftet die 31-Jährige ein kleines Geheimnis.

Vorher war die Crew auf der Garvensburg (Fritzlar). Ein Jahr besuchte sie an der Grenze zur Schweiz eine Schule für Maskenbildner. Dann kam ein Job in Köln und inzwischen sitzt Charlotte Chang fest im Sattel, arbeitet seit zehn Jahren für TV- und Kinoproduktionen gleichermaßen. Mit Schauspieler Matthias Schweighöfer, der am Wochenende fast alle Blicke auf sich zog, hat sie bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet, etwa bei „Zweiohrküken“ und zuletzt „Russendisko“. „Inzwischen finde ich das Ganze ehrlich gesagt gar nicht mehr so aufregend“, erklärt Charlotte Chang. Das sahen allerdings die Schweighöfer- und Filmfans am Wochenende anders und säumten sämtliche Straßen und Plätze, an der sich eine Kamera befand. „Wir kennen das noch schlimmer“, lächelt die Expertin für die Maske. Der Drehtag beginnt früh. Bevor es losgehen kann, müssen alle Schauspieler „in die Maske“. „Männer brauchen etwa eine halbe, Frauen bis zu anderthalb Stunden“, gibt Charlotte Chang einen kleinen Einblick. Am Montag reist sie schon wieder ab; die nächsten Drehs warten, vielleicht ist unter ihnen ja auch wieder einer mit Matthias Schweighöfer.(den)

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