„Jahrhundertschnade“ am Samstag um die Adorfer Gemarkung mit insgesamt etwa 300 Teilnehmern

An einem Tag ums ganze Dorf

Diemelsee-Adorf - Der Schnadezug am Samstag war das zweite Großereignis im Jubiläumsjahr der 500 Jahre alten Adorfer Schützengesellschaft. Erstmals seit 1837 ging es an einem Tag rund ums gesamte Dorf.

Zu ihrem Jahrhundertfest hatte die Schützengesellschaft zur „Jahrhundertschnade“ aufgerufen: An einem Tag wollte sie das Dorf umrunden. Das ergibt eine Tour von 36 Kilometern. Der Vorsitzende Robert Erlemann führte den Zug mit der Fahne an.Schon um 5.50 Uhr versammelten sich etwa 90 Wanderer vor der romanischen Johannes-Kirche. Nach einem Gottesdienst brachen sie auf. Von der „Heimbicke“ ging es bis zum ersten Rastplatz an der „Glockenbicke“. Von dort führte die zweite Etappe zur „Detmeke“.

Auch 25 Wirmighäuser marschierten mit. Zur Benkhäuser Delegation zählen Bürgermeister Volker Becker und der 89-jährige Karl Wilke. Die Sudecker warenauch mit Ortsvorsteher und Schützenkönig vertreten. Auch eine Abordnung von zehn Rheneggern stieß zum Zug, der mittlerweile weit mehr als 200 Wanderer umfasste. Sie erreichen das westfälische Gebiet, wo der Vorstand der Padberger Schützen hinzukam.Auf dem Gipfel des 480 Meter hohen Watersberges packte der Schnadekundige und Schützenoberst Wilhelm Pohlmann den Zinnbecher des Cansteiner Freiherren Alexander von Elverfeld aus, es gab einen Umtrunkt. Die Schnadezüge entlang der alten Grenzsteine habe es früher immer im vierten Sonntag in der Fastenzeit gegeben, erläuterte Pohlmann den Wanderern. Mit Blick von der Grenze auf ihre Wiesen und Felder hätten die Adorfer dabei gerufen: „Olles unsert“ – alles unseres.

Eine Abordnung der Giershagener Schützenbruderschaft „Sankt Sebastiani“ wartete unterhalb des Gipfels

Diesmal werde wegen der langen Tour weniger „gestutzt“, sagte Pohlmann. Die Schützen wollen schließlich den kompletten Rundgang schaffen. Am Watersberg ließen sich Erlemann und sein Vizevorsitzender Frank Linnekugel auf den Grenzstein setzen. Weiter ging es zum „Maibusch“, wo die nächste Rast war. Bei der letzten Etappe zur Wüstung Esbeck und entlang der alten Heerstraße zur „Heimbicke“ zogen auch Borntostener und ein Vasbecker mit. Erstaunlich viele seien die gesamte Tour mitgegangen, sagt Erlemann. Pohlmann, Linnekugel und ihr Team hatten einen straffen Zeitplan ausgearbeitet und die Tour gut organisiert. Planwagen brachten Wanderer ins Dorf zurück, die nicht die ganze Strecke schaffen. Dort holen sie neue Teilnehmer ab, die erst später mitziehen können. An allen Rastplätzen standenSchützen schon mit Wasser, Kaffee und einem Imbiss bereit – aber auch der obligatorische „Gerstensaft“ durfte nicht fehlen.Ab Abend erreiche die Gruppe sie wieder das Dorf und kehre im Gasthaus „zur Linde“ ein.

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