Vertreterversammlung der Waldecker Bank:

Einigkeit bei Genossenschaft

Korbach - Die Vertreter der Waldecker Bank freuten sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 und demonstrierten bei allen Abstimmungen Einigkeit.

Friedrich Pohlmann, Karl Schwalenstöcker und Willi-Ernst Schreiber bleiben im Aufsichtsrat der Waldecker Bank. Die 154 stimmberechtigten Vertreter der Genossenschaftsbank bestätigten den Welleringhäuser, den Ober-Warolder und den Mehlener einstimmig. Zuvor stimmten sie auch der Verkleinerung des Gremiums auf zwölf Mandate zu: Der Sitz des verstorbenen stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Peter Rischard wird nicht neu besetzt. Zuletzt war der Aufsichtsrat 2012 verkleinert worden.

Einstimmigkeit herrschte auch bei sämtlichen Beschlüssen der Versammlung: 1,5 Millionen Euro aus dem Jahresüberschuss von 2,9 Millionen Euro werden der gesetzliche Rücklage zugewiesen, 1,3 Millionen Euro anderen Ergebnisrücklagen. Knapp 120 000 Euro bilden eine Dividende von neun Prozent, rund 6700 Euro den Gewinnvortrag auf die neue Rechnung.

Die Vertreter entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat separat. Auch die Festlegung einer neuen Kreditobergrenze nach einheitlichen europäischen Standarts erfolgte einstimmig. Da die Waldecker Bank diese Limits ohnehin nicht ausschöpfe, würden sich keine materiellen Änderungen ergeben, so Vorstandsmitglied Udo Martin.

Blick auf erfolgreiches Jahr

Auch bei der Annahme des Jahresabschlusses gab es keine Gegenstimmen – zumal das Geschäftsjahr 2013 gut verlief, wenn es auch 2012 nicht übertraf. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 786 Millionen Euro. Der Wertpapier-Eigenbestand ist um 6,7 Prozent auf 337,4 Millionen Euro gestiegen, die Kundeneinlagen von 560 Millionen Euro änderten sich kaum – eine Lage, die seit 2008 anhält: „Im für uns bestimmenden Einlagengeschäft ist die Zinssituation für uns nicht besser als für Sie“, erklärte Vorstandsmitglied Karl Oppermann den Kapitalanlegern im Publikum. Für den Staat seien die wiederholten Leitzinssenkungen günstig. Dass notwendige Infrastrukturbauten dennoch nicht ohne Neuverschuldung zu machen wären, sei befremdlich.

Mitarbeiter im Fokus

Oppermann lieferte auch einen kurzen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, das bisher „völlig unspektakulär“ gewesen sei. Im Fokus ständen die Kosten: „Wir müssen darauf achten, dass unsere Mitarbeiter richtig eingesetzt und ausgelastet sind“, stellte er fest. Es sei aber klar, dass die Bank nicht jedes Jahr mehr von ihnen verlangen könnte.

Ihre Zahl ist indes 2013 erneut gewachsen, von 203 auf 210. Aus Rücksicht auf Mitarbeiter mit Kindern wurde der Teilzeitbereich um acht Plätze auf insgesamt 60 ausgeweitet. „In Zeiten schwindender Bevölkerung ist Familienfreundlichkeit auch ein Stück weit Vorsorge“, so Oppermann. (wf)

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