Korbach

„Es war einmal . . .“ Landfrauentag

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- Korbach (nv). „Wenn ich einen Wunsch frei habe, wünsche ich mir, dass mein Landfrauenverein weiterlebt“: Mit einer kurzen Geschichte läutete Elke Jäger, Vorsitzende des Bezirksvereins Waldeck, am Mittwoch einen märchenhaften Landfrauentag in Korbach ein.

Die Erzählung von der Landfrau, die in Zeiten zurückgehender Mitgliederzahlen und knapper Kassen um ihren Verein fürchtet und einer Fee begegnet, hat sich Elke Jäger für ihre Begrüßung zum „Tag im Zeichen des Märchens“ ausgedacht. „Der ländliche Raum ist ohne Landfrauen nicht denkbar“, schließt sich Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich in der gut gefüllten Stadthalle an.

Neben den Landfrauen hatten Vertreter aus Politik und landwirtschaftlichen Verbänden den Weg in die Kreisstadt angetreten. „Sie tun Gutes, also reden Sie auch darüber“, ruft er die Damen, welche eine fleißige Biene als Symbol für die Landfrauenbewegung am Revers tragen, auf, selbstbewusst voraus zu blicken. „Die Aufgaben für den ländlichen Raum sind gewaltig“, weiß auch Landrat Dr. Reinhard Kubat.

Damit die rund 50 000 hessischen Landfrauen in den 800 Ortsvereinen und 40 Bezirksvereinen eine starke Gemeinschaft bleiben, wirbt Bärbel Scherp, stellvertretende Präsidentin des Landfrauenverbandes Hessen, für das aktuelle Aktionsprogramm „Landfrauen in Form“. Ziel ist, zu beweisen, wie vielfältig die (Bildungs-)Arbeit der Landfrauen ist. „50 000 Landfrauen das sind 100 000 Hände, die anfassen und 100 000 Füße, die etwas bewegen und aufeinander zugehen.“

Die „Bildungsverantwortung“, die Landfrauen wahrnehmen, beeindruckt auch Eva Brinke-Kriebel, Dekanin im Kirchenkreis des Eisenbergs. Da Vereine und Kirchengemeinden nicht nur zum Erntedankfest über den Schöpfungsgedanken verbunden seien, freut sich die Theologin auf ein gutes Miteinander.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerrstag, 14. April

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