Jahreshauptversammlung der Korbacher Feuerwehr:

335 Einsätze und 2044 Dienststunden

Korbach - Insgesamt 2044 Stunden Dienst haben die Aktiven voriges Jahr für die Allgemeinheit geleistet. 335-mal mussten sie zu Einsätzen ausrücken. Derartige Zahlen sind für die bestens ausgebildete und ausgerüstete Stützpunktwehr nicht außergewöhnlich. Und so bilanzierte der Vorsitzende Udo Lind bei der Jahreshauptversammlung am Freitag nüchtern: „2013 war ein normales Jahr für die Korbacher Feuerwehr.“

In seinem Bericht verwies Wehrführer Jörn Häußler darauf, dass es mehr als doppelt so viele technische Hilfeleistungen als Brandeinsätze gegeben habe. Die Feuerwehr wandele sich immer mehr zum Dienstleister für diese Hilfeleistungen. Auch die Inhalte der Seminare von der Umschulung auf Digitalfunk bis zur Fortbildung in „Führungslehre“ zeigten, wie groß das Spektrum geworden sei, das die Feuerwehr abdecke.

Er ging auf besondere Einsätze ein wie die sechs Großbrände von Höringhausen über Rosenthal und Somplar bis Basdorf. Beim Brand „Im Sack“ in Korbach sei es klassisch um die Menschenrettung gegangen, für die Wehr sei es „das höchste Gut, Leben zu erhalten“, betonte Häußler. Dass Einsätze auch die Retter belasteten, habe ein Autounfall am Ostersonntag in Strothe gezeigt: Ein Kamerad musste psychologisch nachbetreut werden. Aber auch die Tierrettung durfte im Vorjahr nicht fehlen. Im Juli holten die Aktiven Enten aus dem Flutgraben an der Heerstraße – Häußler: „Ente gut, alles gut!“

Außerdem beteiligte sich die Wehr an Wettkämpfen, Fahrzeugausstellungen, dem Viehmarktsumzug oder der Frühjahrsausstellung der Hanse. Im Juni gab es den Großen Zapfenstreich. Eine Gruppe fuhr zum Düsseldorfer „Skyrun“: In voller Ausrüstung musste sie ein Hochhaus hinauflaufen.

Udo Lind erinnerte an die Termine des Feuerwehrvereins vom Sommerfest bis zur Nikolausfeier für die Kinder. Der Verein habe derzeit 122 Mitglieder, darunter 44 Jugendliche. – Jugendwart Stefan Dierich berichtete vom Einsammeln der Weihnachtsbäume und zwei Zeltlagern der 22 Jugendlichen. Auch an der Überprüfung der Hydranten nahmen sie teil.

Die Vielzahl der überregionalen Einsätze zeige, dass die Wehr überdurchschnittlich ausgebildet sei und eine „hohe Qualität“ aufweise, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich. Es habe im Vorjahr keine Probleme und viel Positives gegeben, stellte er fest. Zudem herrsche ein „gutes Klima in den eigenen Reihen“. Fazit: „Danke, dass sich die Bürger auf Sie verlassen können.“

Bei ihren Einsätzen benötigten die Aktiven einen klaren Kopf, aber auch Mut, erklärte die Parlamentschefin Lieselotte Hiller. Sie wünsche ihnen „Teamgeist, inneren Zusammenhalt und eine gute Gemeinschaft“, das seien – neben einer guten Ausrüstung – die Faktoren, dank derer die Retter ihren Aufgaben gerecht würden. Sie verdienten „Anerkennung für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz für die Bürger und die Stadt“. Darüber hinaus leiste die Wehr eine gute Jugendarbeit. Hiller bat: „Bleibt mit Herz und Kraft bei der Feuerwehr – wir brauchen euch alle.“ (sg)

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