Korbach

Eisenberg: Lockruf des Goldes - Video zum goldenen Waldeck

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- Korbach-Goldhausen (jk). Korbachs goldenes Zeitalter ist ab Sonntag wieder hautnah zu erleben: In Goldhausen beginnt die neue Saison fürs Besucherbergwerk.

Mit Helm, Stiefel und Geleucht geht es am 17. April hinein in den „Unteren-Tiefen-Tal-Stollen“. Halbstündliche, vergünstigte­ Führungen versprechen ein Erlebnis für die ganze Familie. Auch für Essen und Trinken ist in Goldhausen bestens gesorgt. Auftakt ist um 11 Uhr eine Andacht am Eingang zum Bergwerk. Walter Hellwig, Besucherführer und Pfarrer im Ruhestand, wird die Andacht gestalten. Für die musikalische Begleitung sorgt der gemischte Chor Eisenberg. Erstmals mit von der Partie zur Saisoneröffnung ist auch die neue Korbacher Goldmarie Jana Möseler. Gegen 11.30 Uhr beginnt dann die erste Führung im Bergwerk. Dabei geht es rund 250 Meter hinein in den Stollen aus dem 15./16. Jahrhundert. Am Ende erwartet die Besucher ein spannender Blick in die Grube St. Sebastian, also in authentischen mittelalterlichen Bergbau aus dem 14. Jahrhundert.

Regie führt unter Tage der Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg e. V.“, der in den vergangenen zwei Jahren viel Kraft in den Ausbau des Stollens und neues Erlebnis für Besucher investiert hat. Inzwischen ist ein Querschlag von weiteren 200 Metern erschlossen, der Spuren des moderneren Bergbaus seit 1974 zeigt. Damals begann das Landesamt für Geologie mit Dr. Jens Kulick (1996 verstorben), den Goldbergbau und die Geologie am Eisenberg neu zu erforschen. Bis in die 90er-Jahre zeigten internationale Firmen wiederholt Interesse am goldenen Vermächtnis Korbachs. Der Querschlag soll möglichst im Laufe der Saison 2011 für Besucher informativ hergerichtet und geöffnet werden.

Der Treffpunkt für die Führungen am Sonntag, zwischen 11.30 Uhr und 15.30 Uhr, ist direkt am Eingang zum Stollen. Für Besucher stehen dort Jacken, Helme, Stiefel und Lampen zur Verfügung. Die etwas verkürzten Führungen von rund einer halben Stunde kosten an diesem Tag nur vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder. Weiteres Erlebnis gibt es am „Zechenhaus“ neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Mädchen und Jungen können an der Goldwaschanlage ihr Geschick testen. Überdies gibt eine Ausstellung im Zechenhaus viele Informationen zu Deutschands größtem historischen Goldbergwerk. Eine umfangreiche Mineralienausstellung lockt ebenfalls. Als besonderes Glanzlicht gibt es dabei kleine Goldstufen und Goldflitter zu erwerben. Auch der Aussichtsturm und die Burgruine auf dem Eisenberg laden am Sonntag zu Entdeckungen ein.

Führungen ins Goldbergwerk sind für Gruppen bis zwölf Personen nach Anmeldung von Mitte April bis Oktober täglich möglich (freie Terminwahl). Besuche kosten 60 Euro pro Gruppe für Erwachsene, 50 Euro für Kindergruppen. Für Einzelbesucher und kleinere Gruppen gibt es an den Wochenenden in der Saison regelmäßige Führungen – mit Voranmeldung. Diese Führungen kosten sieben Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder (6 bis 14 Jahre).Anmeldung und Informationen: Bürgerbüro der Stadt Korbach, Stechbahn 1 (Rathaus), 34497 Korbach, Tel. 05631/53-232, -336, buergerbuero@korbach.de, www.goldspur-eisenberg.de (Online-Anmeldung möglich)

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