Korbach

Elektronischer Meckerkasten

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- Korbach (jk).Löcher im Asphalt, Probleme mit Müll, Ärger durch Falschparker: Die FDP fordert einen elektronischen Meckerkasten für Korbacher Bürger.

„Immer wieder ist die Rede von mehr Transparenz und Bürgernähe“, hob FDP-Sprecher Arno Wiegand im Finanzausschuss des Parlaments an. Und diesem Begehr wollen die Liberalen künftig per Internet auf die Sprünge helfen. Ein entsprechender Prüfauftrag an die Verwaltung ging im Parlament zuletzt glatt durch. Als „exzellentes Beispiel“ rückte Wiegand die Städte und Gemeinden in Brandenburg ins Blickfeld. Dort betreibt die Landesregierung für ihre Kommunen die Internet-Plattform „Maerker“. Gemeint ist ein elektronisches Beschwerdesystem, mit dem die Menschen auf Probleme hinweisen können.

Das geht in Korbach auch jetzt schon. Schließlich hat die Stadt eine Mail-Adresse – und das Parlament 37 Abgeordnete, über die kleine und große Sorgen der Bürger transportiert werden können, kommentierte SPD-Sprecher Helmut Schmidt. Aber „Maerker“ funktioniert schneller und transparenter: Wer in Potsdam einen Missstand melden möchte, klickt sich in ein jederzeit öffentlich einsehbares Netzwerk.

Der Vorstoß der FDP fand bei den anderen Fraktionen im Korbacher Parlament ein wohlwollendes Echo, zumal sich auch keine Partei wahrhaft gegen Transparenz für Bürger aussprechen dürfte.

Die Stadt hat unterdessen schon mit etlichen „Maerker“-Gemeinden Kontakt aufgenommen, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich. Auch die EDV-Abteilung sei am Ball. Nach der Sommerpause will die Verwaltung einen ersten Zwischenstand präsentieren. So zeigt die Ampel im Rathaus derzeit auf Gelb.

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