Korbach

Endspurt für die neue Orgel beginnt

- Korbach (jk). Im Sommer 2011 soll sie stehen: die neue Orgel im Korbacher Wahrzeichen. Der Neubau verheißt ungeahnte Perspektiven im gotischen Raum. Doch bis dahin hat die Gemeinde noch viel zu tun.

Im neuen Jahr will die evangelische Stadtgemeinde den Boden für die neue Kiliansorgel bereiten – das gilt im wahrsten Sinne des Wortes. Bedeckte beim Dezember-Konzert der Wiener Sängerknaben noch ein Holzboden die „Wunde“ am Turmportal, liegt der Untergrund dort inzwischen frei. Bis Anfang Oktober stand dort mehr als 50 Jahre lang die Holz­empore mit der mächtigen alten Orgel, doch darunter rumorte es. So ließ die Kirchengemeinde die Außenmauern besser isolieren, denn durch das Mauerwerk hatte sich der Boden im Innern mit Wasser vollgesogen. „Es hilft nichts, die Luftfeuchtigkeit in der Kirche ist zu hoch “, erklärt Werner Nagel, Vorsitzender evangelischen Gesamtgemeinde – auch mit Blick auf den kostbaren Altar. Deshalb soll der Abschnitt am Haupteingang alsbald mit Holz und Plane eingehaust werden. Der Putz wird abgeschlagen, der Boden nach unten ein Stück abgetragen, dann kommen Maschinen zum Trocknen hinein. Parallel muss sich die Gemeinde mit der künftigen Gestaltung für Fußboden, Stühle und Beleuchtung befassen. Denn schon ab Juli soll der nächste bauliche Abschnitt zur Vorbereitung der neuen Orgel folgen: Die Sitzbänke am Nordportal kommen weg, ein Fundament für das neue Instrument muss geschaffen werden, erklärt Nagel. Ende Februar geht es für den Kirchenvorstand der Stadtgemeinde auch noch mal um die Kosten: Zur Debatte steht, ob die neue Orgel schon zu Beginn mit zwei weiteren Registern ausgestattet wird, um sie klanglich abzurunden. Rund 40 000 Euro stünden dafür zusätzlich im Raum. Dabei ist die Finanzierung des Projekts inzwischen weit gediehen. Die bisherige Kalkulation lag bei 720 000 Euro, die zur Hälfte die Landeskirche von Kurhessen-Waldeck übernimmt. Die fehlenden 360 000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren – hat aber schon rund 260 000 Euro erreicht. Allein rund 180 000 Euro verbucht davon der äußerst engagierte Orgelbauverein, weitere rund 80 000 die evangelische Gemeinde. Spenden, Jubiläen, Geburtstage, Aktionen und Konzerte brachten diese Summen in den vergangenen sechs Jahren zusammen. Allein das Konzert mit den Wiener Sängerknaben spielte dabei einen Erlös von fast 16 000 Euro ein, freut sich Vereinsvorsitzender Günther Hofeditz.Mit Aktionen und Konzerten will der Orgelbauverein auch im Endspurt präsent sein, damit die neue Kiliansorgel zum Altstadt-Kulturfest 2011 im gotischen Wahrzeichen Korbachs erklingen kann. Ansprechpartner: Günther Hofeditz, Marker Breite 43 A, Tel. 05631/921677. Konten für Spenden an den Förderverein, Stichwort „Kiliansorgel“: Waldecker Bank, BLZ 523 600 59, Kontonummer 154 075, Sparkasse Waldeck-Frankenberg, BLZ 523 500 05, Konto 101 733.

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