DHB-Netzwerk Haushalt gibt nützliche Tipps zum Kochen von Marmelade

Erdbeeren bleiben Favorit

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Hanne Döhler, Renate Plappert und Liane Reichhart (v. l.) vom DHB-Netzwerk Haushalt werben dafür, Marmelade selbst herzustellen. und Anke Erdil (Foto unten) hat gezeigt, wie das funktioniert. Fotos: Marianne Dämmer

Korbach - Aus den Früchten des Sommers und Herbstes lassen sich feine Marmeladen zaubern. Was dabei zu beachten ist, zeigten die Mitglieder des DHB-Netzwerks Haushalt am Dienstag im Bürgerhaus.

Sommer und Herbst bringen eine Schwemme von Früchten hervor - sie zu Marmelade zu verarbeiten ist eine der Möglichkeiten, sie zu konservieren und so auch im Winter den Geschmack der Sonnenmonate am Frühstückstisch zu haben. Zu den beliebtesten Marmeladen würden nach wie vor die klassischen Varianten gehören - Erdbeer, Kirsch und Himbeer, erklärte Liane Reichhart, Vorsitzende des DHB-Netzwerks Haushalt in Korbach, das am Dienstag zu der Marmeladenaktion ins Bürgerhaus eingeladen hatte. Für Marmelade würden sich aber alle Obstsorten eignen. Sollten verschiedene Früchte zusammen verarbeitet werden, sei es sinnvoll, süße mit sauren zu mischen. Verwendet werden sollten nur vollreife Früchte, schadhafte Stellen müssten zuvor entfernt werden, sagte die Expertin.

Wer Zitronensaft verwende, erhöhe damit die Wirkung des Pektingehalts im Gelierzucker. Fast alle Gelierzucker würden inzwischen mit Palmöl oder Ähnlichem versetzt. „Das soll verhindern, dass sich beim Kochen der Marmelade Schaum bildet - ist aber ein gehärtetes Fett. Nur Südzucker verzichtet in seinem Gelierzucker auf Palmöl oder andere gehärtete Fette“, erklärte die Expertin feine Unterschiede.

Während beim Gelierzucker im 1-zu-1-Verhältnis von Obst und Zucker die natürliche konservierende Wirkung des Zuckers voll gegeben sei, werde dem Gelierzucker im 1-zu-2- oder 1-zu-3-Verhältnis noch ein Konservierungsstoff beigegeben. Wer also Zucker und Kalorien sparen wolle, müsse mit Konservierungsstoffen leben.Wer auf Gelierzucker verzichten wolle, könne Johannisbrotkernmehl als Dickungsmittel verwenden. Gehört Alkohol zum Rezept, sollte der erst ganz zum Schluss beigefügt werden, weil Alkohol den Geliervorgang nachhaltig stören könne.

„Nach der Konfitürenverordnung darf im Handel übrigens Marmelade nur dann so genannt werden, wenn sie aus Zitrusfrüchten besteht“, erklärte Liane Reichhart. Für Privatversorger und Direktvermarkter gelte diese Regel allerdings nicht.

Von Marianne Dämmer

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