Dorfitter

Erdgasflamme entzündet

- Vöhl-Dorfitter (resa). Die Fackel lag bereit und Landrat Reinhard Kubat hatte bereits den Hebel am Erdgashahn umgelegt: Am Mittwochmorgen entzündete Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke die Erdgasflamme in Dorfitter. Ab sofort ist der Ort ans Netz angeschlossen.

Manch anstrengende Baustellentage im Sommer hatten die Dorfitteraner mitgemacht. Denn ab Juli hatte die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) Erdgasrohre verlegt. An die bestehende Leitung zwischen Korbach und Sachsenhausen war eine 1,7 Kilometer lange Schlaufe angebaut worden, um so auch Dorfitter zu erreichen. Ende Oktober waren die Arbeiten abgeschlossen worden. 380 000 Euro investierte das Unternehmen in den Anschluss des ersten Vöhler Ortsteils an das Erdgasnetz. Am Mittwoch gaben Vertreter des Ortes, der Gemeinde und des Energieversorgers die Erdgasleitungen dann offiziell frei. „Ich hätte mir das nicht träumen lassen“, gab Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke zufrieden zu, „eine Erdgasleitung in Dorfitter“. Langfristig wünsche er sich auch für die anderen Vöhler Ortsteile einen Anschluss ans Netz. „Davon könnte auch das Vöhler Freibad profitieren“, sagte der Bürgermeister. Das soll im nächsten Jahr ohnehin an die EWF verkauft werden. „Als Nächstes wäre aber erst mal Marienhagen dran“, betonte Plünnecke. Vorausgesetzt es gibt genug Interesse. In Dorfitter haben bereits 30 Haushalte Anträge für einen Erdgasanschluss gestellt. Bisher können nur Bewohner in den Straßen Am Rammelsberg, Marbachseite, Oststraße, Am Sängerling, In der Schlade und Am Sportplatz das Erdgas nutzen. Im Januar sollen dann die Hausbesitzer in weiteren Straßenzügen des Vöhler Ortsteils befragt werden. Bei ausreichend Interesse sollen dann auch der Ortskern und weitere Teile des Baugebiets Rammelsberg mit Erdgasrohren versorgt werden. „Wir freuen uns, dass wir nun auch in dem erstem Vöhler Ortsteil die sichere Versorgung mit einem sauberen Energieträger garantieren können“, erklärte Landrat und EWF-Aufsichtsratvorsitzender Dr. Reinhard Kubat. Mit der klimaschonenden Energie werde ein wertvolles Stück Zukunft eingeleitet. Mit den Erdgasrohren habe man gleichzeitig Leerrohre verlegt, um so langfristig auch die DSL-Versorgung über Glasfaserkabel ermöglichen zu können. EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller räumte unterdessen ein, dass die hohen Investitionen in Erdgasleitungen kurzfristig wenig rentabel seien. „Umso dankbarer sind wir, dass wir mit einem kommunalen Aufsichtsrat auch die Möglichkeit haben, Entscheidungen zu treffen, die sich erst langfristig auszahlen“, betonte Schaller. Dass sich auch die Menschen in der Großgemeinde Vöhl über den Anschluss ans Erdgasnetz freuen, bewiesen sie mit ihrem großen Interesse an der Auftaktveranstaltung. Neben den Vertretern der Gemeindeverwaltung waren auch die Mitglieder des Ortsbeirats gekommen, um die Erdgasfackel zu entzünden.

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