Mitglieder des Ski-Clubs Willingen treffen sich zur Jahreshauptversammlung

Erfolge, Abschied und der Weltcup

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Für lange Treue geehrt: langjährige Skiclubmitglieder mit den Vorsitzenden Jürgen Hensel (l.) und Thomas Behle (2. v. r.) sowie Schatzmeister Helmut Fistler (r.).

Willingen - Freude über sportliche Erfolge, aber auch ein herzlicher Abschied prägten die Jahreshauptversammlung des Ski-Clubs .

Zwei Skispringer standen bei der Jahreshauptversammlung des Ski-Clubs Willingen im Mittelpunkt: zum einen Stephan Leyhe, der die erfolgreichste Saison seiner bisherigen Laufbahn absolviert hat, zum anderen Anna Häfele, die ihre sportliche Karriere beendet – genau wie Sprungkollege Johannes Ullbricht und die Biathleten Jannik Diaz, Leon Schober und Maximilian Jänsch. Den Dank von Sportwart Volkmar Hirsch gab Anna Häfele zurück: „Das ist wie in einer Ehe: Der Ski-Club hat in guten wie in schlechten Zeiten zu mir gestanden – das ist nicht selbstverständlich.“

Erfolgreiche Sportler geehrt

In ihrer letzten Saison absolvierte sie mehrere Weltcupeinsätze und stand am Ende auf dem 32. Platz. Die längste Liste an Erfolgen hat Stephan Leyhe vorzuweisen: Mit einem Sieg im Continentalcup qualifizierte er sich für den Weltcup, in dem er regelmäßig zum Einsatz kam und letztlich 37. wurde. Paul Winter hat sich laut Sportwart Volkmar Hirsch gut in das Training in Oberstdorf eingelebt und seine Leistung gesteigert: Im Continentalcup ist er 47. unter 140 gewerteten Springern. Corvin Kühnel sprang im Deutschlandpokal regelmäßig unter die besten zehn, Mia Ebert stand im Schülercup wiederholt auf dem Podest.

Auch Biathleten erhielten die Anerkennung ihres Vereins: Nadine Horchlers Entwicklung nach dem „Übertraining“ in der vergangenen Saison lässt Hirsch auf die Deutschen Meisterschaften hoffen – 2014 triumphierte sie im Sprint. Leonie Litzenbauer und Sophie Leipold, 17. und siebte im Deutschlandpokal, beendeten mehrere Rennen unter den besten Zehn, die Abiturienten Lennard Willems und Tom Gombert lagen in der Gesamtwertung auf den Plätzen 13 und neun. Luca Enners wurde 16. im Schülercup, Jan Lohschmidt achter.

Fußballer sind zufrieden

Auf eine zufriedenstellende Spielzeit für die Fußballer blickte Stadionsprecher Jens Kramer zurück, wenn die erste Mannschaft auch nicht ganz an die Vorsaison angeschlossen habe. „Neue Reize“ soll ab 1. Juli Uwe Schäfer setzen, Nachfolger des Trainerduos Bernd Keindl und Ulrich Schwalenstöcker. Gute Nachrichten seien der solide Bestand an Schiedsrichtern und der Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Kreisoberliga. „Es ist traurig, dass so wenige Zuschauer den Weg ins Hoppecketalstadion finden – die Verbandsliga ist immerhin die zweithöchste Spielklasse in Hessen“, befand er. Auch über das Ausfallen von A- und B-Jugend-Teams wegen drastisch zurückgegangener Spielerzahlen zeigte er sich besorgt: „Die bis vor drei Jahren undenkbare Situation, nicht mehr in jeder Altersklasse Fußball spielen zu können, ist Realität geworden.“

Jahr dreht sich um Weltcup

Über 55 Termine des Ski-Clubs klärten die Präsidenten Wilhelm Saure und Thomas Behle die Versammlung auf – weit über die Hälfte davon stand im Zusammenhang mit dem Skisprung-Weltcup an der Mühlenkopfschanze: Von Gesprächen mit Medienpartnern und Technikinstallation bis zum Großereignis vom 30. Januar bis zum 2. Februar hielt das Skispringen den Verein und seine Führung um Präsident und OK-Chef Jürgen Hensel auf Trab. Auch zum Weltcup vom 8. bis 10. Januar 2016 haben die Vorstandsmitglieder schon viele Gespräche geführt.

Starker Neuschnee habe zwischenzeitlich an Sprüngen zweifeln lassen und manche Zuschauer zuhause gehalten. Letztlich sei aber alles gut gegangen: 8200 Gäste kamen am Freitag zur Mühlenkopfschanze, 14800 am Samstag und 12400 am Sonntag.

Als weitere Besonderheiten des Jahres machte Hensel das kurzfristig übernommene Forum Nordicum und die erste ausländische Praktikantin des Ski-Clubs aus, die Finnin Nina Peräniemi.

Folgende langjährige Mitglieder des SCW wurden ausgezeichnet:

Für 70 Jahre: Wilhelm Kesper; für 65 Jahre : Ludwig Stuhldreher.

Für 60 Jahre: Horst Bärenfänger, Willi Behlen, Hans-Jürgen Figge, Erhard Müller, Irmgard Puk, Waldemar Saure, Dieter Schütz und Margit Willimzig.

Für 50 Jahre: Wolfgang Behle, Lothar Beigl, R. Ludwig Engelmann, Johannes Fien, Karl-Heinz Kesper, Volker Krüger, Dieter Marpe, Wolfgang Schlüter, Dieter Schrinner, Peter Strunk, Ulrich Vollbracht und Karl-Heinz Wilke.

Für 40 Jahre: Dieter Behle, Armin Börger, Michael Börger, Astrid Börger, Dirk Fistler, Christian Hellwig, Christine Hensel, Heiner Kesper, Thomas Kreten, Karsten Krüger, Jens Krüger, Frank Lindner, Rolf Neuhaus, Arnd Rummel, Helga Sassenberg, Peter Stremme, Christian Stremme, Antje Trögeler-Hirsch, Wolfgang Wallner und Matthias Wilke.

Für 25 Jahre: Hilka Bärenfänger, Fritz Becker, Friedhelm Behle, Kerstin Behle, Stephanie Berthold, Michael Lohschmidt, Melanie Reinbothe, Jeannette Renner, Sebastian Schmitz, Carsten Stede und Stefan Wilke.

Von Wilhelm Figge

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