Spinnstuben-Team und Freunde der Schwalenburg hatten eingeladen

Erfolgreiche Heimattag-Premiere

Willingen-Schwalefeld - Gelungene Premiere: In Schwalefeld fand am Sonntag der erste, aber mit Sicherheit nicht der letzte Heimattag statt. Mehrere Hundert Besucher folgten der Einladung des Spinnstuben-Teams und der Freunde der Schwalenburg.

Gut dreieinhalb Jahre sind seit der 675-Jahr-Feier vergangen – höchste Zeit also für die heimatbewussten Schwalefelder, mal wieder ein Fest auf die Beine zu stellen. Gemeinsam mit vielen Gästen aus nah und fern verbrachten sie vergnügte Stunden im Haus des Kurgastes. Mit unterhaltsamen Beiträgen und informativen Programmpunkten, angefangen von interessanten Kurzreferaten bis hin zu kleinen Ausstellungen, setzten sie attraktive Akzente bei der Gestaltung des Nachmittags.

Pfarrer Ulf Weber wies in der Andacht zum Auftakt des Heimattags darauf hin, dass es den Menschen heutzutage eigentlich besser geht als früher. Seiner Meinung nach sind es Werte wie Geselligkeit, Gemeinschaftssinn, Verantwortungsbewusstsein und Zufriedenheit, die dazu beitragen, die alten Zeiten als gut zu empfinden. Veranstaltungen wie der Heimattag helfen, sich an das Gute zu erinnern, es weiterzugeben, Traditionen zu pflegen und Identität zu stärken. Sie rücken die gemeinsamen Wurzeln ins Bewusstsein – ein Punkt, den auch Bürgermeister Thomas Trachte in seinem Grußwort ansprach. Der Upländer Verwaltungschef würdigte das große Engagement der Initiatoren. Er betonte, dass Schwalefeld eine beeindruckende Geschichte aufweist und rief dazu auf, auch die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Harald Brüne (Freunde der Schwalenburg) dankte insbesondere den Frauen, die den Saal liebevoll dekoriert hatten und mit süßen und herzhaften Spezialitäten für das leibliche Wohl der Besucher sorgten. In Kurzreferaten beleuchtete er geschichtliche Themen. Ein Schwerpunkt war dabei die Wallanlage. Aus welcher Zeit stammen ihre ältesten Teile? Welchem Zweck diente sie? Was ist dort passiert? Wie lässt sie sich in die Heimatgeschichte einordnen? Der Schwalefelder Förderkreis möchte gern weitere Forschungen anstoßen und Licht in das Dunkel der Geschichte bringen. Er hofft dabei auf vielfältige Unterstützung.

Zu den Mitwirkenden des Nachmittags gehörten Claudia Lamm (Akkordeon), das „Schwaleater“, der gemischte Chor („Ton Art“) unter Leitung von Lydia Hucke, Linnenkerl Matthias Korte, das „Duo Fidelio“ und die neue Band „Groovengo“. Volker Ashauer informierte über den Vogel des Jahres und Heimatkundler Helmut Göbel zeigte alte Fotos. Auf besonderes Interesse stießen die Fundstücke, die Renate Hill in und um Schwalefeld zusammengetragen hat, und die Aktivitäten der Handarbeitsdamen. Selbstverständlich wurde auch den jüngsten Besuchern einiges geboten. Durch das vielseitige Programm des ersten Schwalefelder Heimattags führte Hans-Heinrich Genuit. (bk)

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