Adorf

Erlebniswert der Grube steigern

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- Diemelsee-Adorf (nv). 1963 verlässt der letzten Wagen mit Erz die Adorfer Grube „Christiane“, 1986 eröffnet das Besucherbergwerk. Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs beraten die Diemelseer über ein Konzept, das die Zukunft der touristischen Attraktion sichern soll.

2009 hatten die Gemeinde als Eigentümerin und die Mitglieder des Knappenvereins, die für das Besucherbergwerk verantwortlich zeichnen, den Anstoß zu einer Machbarkeitsstudie über die Leader-Region „Naturpark Diemelsee“ gegeben.

Gemeinsam mit den Regionalmanagern des Planungsbüros Bioline (Dalwigksthal) erarbeiteten sie folgende Ziele:  langfristige Sicherung des Betriebs. Dazu zählt einerseits die Instandhaltung des Besucherstollens und anderer Bauten bei niedrigen Unterhaltungskosten. Andererseits gilt es, die Infrastruktur über Tage attraktiver zu gestalten.

Bessere Vermarktung, zum Beispiel durch Erarbeitung eines pädagogischen Konzepts (Stichwort: Edutainment = Bildung und Unterhaltung).  Steigerung der Besucherzahlen. „Investitionen in den Ausbau der Grube setzen voraus, dass über neue Attraktionen auch junge Menschen für den Verein gewonnen werden“, hatte Walter Rinklin vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides für die Machbarkeitsstudie im Dezember 2009 betont.

„Das Leader-Programm fördert keine reine Sanierung, sondern nur zukunftsfähige Projekte“, ergänzt Bernd Wecker vom Büro Bioline bei der erstmaligen Vorstellung des erarbeiteten Konzepts am Montagabend in Adorf. Dort präsentiert der Fachmann den Mitgliedern des Ausschusses für Bauen, Wirtschaft und Fremdenverkehr die Vorschläge. „Es ist ein Konzept mit drastischen Einschränkungen“, hebt Wecker hervor. „Das Bergwerk ist in die Jahre gekommen, aber ein wichtiges Kulturgut. Mit Blick auf die Konkurrenz in der Umgebung muss uns klar sein, dass wir etwas machen müssen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 26. Januar.

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