Singen, Entspannen, Verweilen beim Fest der katholischen Gemeinde St. Marien

Erlös für Hilfsprojekt und neue Orgel

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Kinderschminken stand ganz hoch im Kurs: Lisa wird hier von Chiara geschminkt

Korbach - Kirche muss bei den Menschen sein und sich nicht hinter Ämtern und dicken Kirchenmauern verstecken. Das bewies die katholische Kirchengemeinde St. Marien bei ihrem Gemeindefest.

Das Fest begann am Sonntag mit einem Fest-gottesdienst. „Die Kirche war knallevoll, mit vielen Messdienern bot sich ein imposantes Bild, und der Chor hat die festliche Stimmung abgerundet“, freute sich Pfarrer Gisbert Wisse. Auf dem festlich geschmückten Kirchplatz und im Gemeindehaus fand dann das eigentliche Fest statt. Viele fleißige Helfer hatten dort schon Tische und Bänke, Grill- und Getränkestände aufge-baut, ein Cateringservice rundete das kulinarische Angebot ab, sodass gewiss kein Gast mit leerem Magen feiern musste.

Im Eingangsbereich des Gemeindehauses wurden die Gäste von dem Geruch frischer Waffeln, die die Messdiener verkauften, und bunten Plakaten empfangen. Die „Missionsärztliche Familie der Verlassensten (FMMD)“ stellte sich dort genauer vor. Getreu dem diesjährigen Motto „Glauben (er)leben, Glauben teilen“ spendet die Gemeinde wieder einen Teil des Erlöses an diese Organisation. „Das ist eine schöne Angewohnheit“, freute sich Dr. J. Peter Capito, der dem Fest nicht nur als Vikar beiwohnte, sondern eben auch als Vertreter des FMMD. In Afrika kümmert sich die Stiftung um ausgestoßene Kinder, allein gelassene Mütter, körperlich behinderte, traumatisierte und kranke Menschen. Außerdem soll durch medizinische Versorgung und die Errichtung von Schu-len und Einrichten von Werkstätten den Menschen eine Perspektive geschaffen werden.

So hatten Capito und Brigitte Schmöle (erste Vorsitzende) nicht nur einen bildreichen Vortrag über ihre Organisation dabei, sondern auch Taschen und Rucksäcke. Mädchen aus dem Kongo haben diese genäht, und sie werden auch die Einnahmen von dem Verkauf die-ser Taschen erhalten, die reißenden Absatz fanden. Der zweite Teil des Erlöses soll der Orgel in St. Marien zugute kommen.

Der große Saal empfing die Besucher mit einem großen Kuchenbuffet, und das ein oder andere Spiel, wie zum Bei-spiel „Vier Bilder ein Wort“ oder das offene Singen des Kirchenchores trugen nicht zuletzt dazu bei, dass es ein sehr kurzweiliges Fest wurde.

Auf der anderen Seite hatte die Caritas eine „Wohlfühloase“ für die Besucher gezaubert, eine Leinwand wartete darauf, als Gemeinschaftsprojekt verschönert zu werden, und die Babysitter der Caritas boten verschiedene Spiele, Basteleien und Kinderschminken an.Auf dem Kirchplatz trotzten die Feiernden dem ein oder anderen Schauer, ein Fairtrade Stand bot Waren an, und viele Kinder nutzten den Platz zum Spielen.

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