Eröffnung des Besucherbergwerks in Goldhausen

Junge Goldsucher

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Stiefel, Jacken, Helm und Geleucht: Für die jüngsten Besucher in Goldhausen ist schon die Ausrüstung ein munteres Abenteuer.

KORBACH-GOLDHAUSEN. So viel „junges Gemüse“ gab es zum Saisonstart an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte selten. Vor allem Familien nutzten die Eröffnung des Besucherbergwerks am Sonntag in Goldhausen für einen spannenden Ausflug in die Tiefen des Eisenbergs.

Dabei begrüßten Wolfgang Behle, Vorsitzender des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“, und die ehrenamtlichen Besucherführer den bislang wohl jüngsten Gast am Unteren-Tiefen-Tal-Stollen: Sicher im Gurt vor Papas Brust, erlebte die erst 13 Monate alte kleine Johanna ihre Entdeckungsreise in die goldene Korbacher Unterwelt. Eine Premiere erlebten die Besucher am Sonntagmorgen auch musikalisch, denn erstmals gestaltete der Knappenchor aus Adorf unter Leitung von Rudolf Engelhard den feierlichen Saisonauftakt mit. Zur Tradition am Eisenberg gehört beim Saisonstart die Andacht, die Walter Hellwig gestaltet. Der Pfarrer im Ruhestand ist seit Jahren als Besucherführer in Goldhausen aktiv. Diesmal ließ er die Gedanken um die „Knappen“ kreisen. Knappen waren die Arbeiter, die schuften mussten – ob als Waffenknechte oder Bergleute im Mittelalter. In den Knappenvereinen bildeten die Bergmänner aber zugleich eine soziale Bruderschaft, um sich beizustehen in der Not, schilderte Hellwig. Aus den Wurzeln der Knappschaften seien die heutigen Sozialversicherungen und Gewerkschaften hervorgegangen.

Mehr in unserer Zeitungsausgabe vom Montag.

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