Matthias Stappert übernimmt pünktlich zum 1. Dezember Chefsessel im Vöhler Rathaus

Erster Tag für den Bürgermeister

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„Ich will zuhören und hinsehen“: Matthias Stappert nahm gestern zum ersten Mal an seinem neuen Schreibtisch im Vöhler Rathaus Platz.

Vöhl - Die Wohnung in Marienhagen hat er bezogen, den meisten Vöhlern ist er längst nicht mehr fremd und seit Montag sitzt er auch offiziell im Chefsessel im Rathaus: Matthias Stappert ist neuer Bürgermeister in Vöhl.

Um 8 Uhr stand Matthias Stappert gestern Morgen auf der Matte. Sechs Monate nach seiner Wahl zum neuen Vöhler Bürgermeister bezog der 44-Jährige gestern sein neues Büro im Rathaus. Am Freitag war Vorgänger Harald Plünnecke mit Sack und Pack ausgezogen. „Das ist der Start in einen neuen Lebensabschnitt, natürlich bin ich da aufgeregt“, erklärt er. Und doch: Dank der vielen Begegnungen und ersten Freundschaften, die er und Ehefrau Birgit in der Großgemeinde bereits geschlossen hätten, sei er bereits in Vöhl angekommen. „Fachlich allerdings werde ich einfach noch ein bisschen brauchen, um so sattelfest zu sein, dass ich mich sicher fühle“, sagt er.

„Hinsehen und zuhören“

Unterstützung bekam er dabei im vergangenen halben Jahr von seinem Vorgänger: Viele Wege gingen sie gemeinsam, viele Gremien lernte Stappert so bereits kennen. „Bisher habe ich mich aber als Gast empfunden“, sagt er. Seit gestern ist das anders. Manche Abläufe kennt er schon aus seiner Zeit als Hauptamtsleiter in Hallenberg, andere sind ihm ganz neu. „Ich will zuhören, lernen und sehen, wie sich die Dinge ineinanderfügen“, sagt Matthias Stappert. Bis Ende Januar will er sich dafür Zeit lassen. „Ich komme nicht hierher und glaube, alles verändern zu müssen“, erklärt er, „jede Verwaltung funktioniert auf ihre Weise.“

Politisch allerdings gibt es gleich mehrere große Pakete, die es in den nächsten Wochen zu schnüren gilt: Ende Januar soll der neue Haushaltsentwurf vorgestellt werden. „Der erste Rohentwurf ist bereits geschrieben“, sagt Stappert. Nun will er sich Zeit nehmen, um ihn zu lesen und zu prüfen. „Vielleicht fällt mir ja noch etwas auf“, ergänzt er.

Jubiläen 2014

In den nächsten Wochen will er das Thema Bauamtsleiter besprechen. Im Januar tritt der Schwalefelder Volker Ashauer im Vöhler Bauamt die Nachfolge von Ralf Langendorf an. Das Lichtenfelser Parlament hatte bereits im November signalisiert, sich künftig einen Bauamtsleiter mit Vöhl teilen zu wollen, und deswegen die Stelle in Goddelsheim nicht wieder besetzt. „Das Thema beschäftigt uns in diesem Monat“, sagt Stappert. Außerdem wünsche er sich eine Optimierung der Außendarstellung der Gemeinde - wie bei der Internetpräsenz. Auch das Jubiläum des Edersees und in Schmittlotheim 2014 stünden auf der Tagesordnung. „Da mache ich nicht noch eine große politische Agenda auf“, sagt Stappert.

Auch im Rathaus ging es gestern erst mal nicht um große Politik: Der neue Bürgermeister drehte eine Runde durch Rathaus und Bauhof, um seine Mitarbeiter kennenzulernen, und stellte sich den technischen Herausforderungen des ersten Tages. Im Rathaus hat nun das nächste Kapitel der Gemeindegeschichte begonnen.

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