Hessischer Demografie-Preis: Bürgergenossenschaft mit Anerkennungspreis ausgezeichnet

500 Euro für Dalwigksthaler „Schule“

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Preisverleihung in Wiesbaden: Staatsminister Axel Wintermeyer (rechts) überreichte Urkunde und Geldprämie an (von links) Frauke Frank, Bürgermeister Uwe Steuber, Bernd Wecker und Katja Holzapfel-Weller. Foto: pr

Lichtenfels-Dalwigksthal - Mit dem Anerkennungspreis der Landesregierung sind gestern die Bürgergenossenschaft Schule Dalwigksthal und der Magistrat der Stadt Lichtenfels für ihr Engagement gegen den demografischen Wandel ausgezeichnet worden.

Insgesamt hatten sich 58 Projekte für den Hessischen Demografie-Preis 2014 beworben. Acht Finalisten waren gestern zur feierlichen Verleihung in der Staatskanzlei eingeladen, darunter auch die Bürgergenossenschaft Schule Dalwigksthal.

Engagement der Bürgergenossenschaft mit 500 Euro belohnt

Als sich 2011 vor dem Hintergrund der kommunalen Finanzlage die Schließung des Dorfgemeinschaftshauses abzeichnete, hatten die Dalwigksthaler eine Bürgergenossenschaft gegründet, um den Treffpunkt in der ehemaligen Schule zu erhalten und durch eine wirtschaftlich betriebene Gastronomie zu finanzieren. Inzwischen erfreut sich das Projekt großer Beliebtheit. Zwar schaffte es die Bürgergenossenschaft gestern nicht unter die drei Hauptgewinner, mit einem Anerkennungspreis – immerhin mit 500 Euro dotiert – wurde ihr Engagement dennoch belohnt.

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografiebeauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, beglückwünschte alle Preisträger: „Der demografische Wandel ist für unsere Gesellschaft eine große Herausforderung. Unsere Bewerber für den Demografie-Preis veranschaulichen aber, wie wir dieser Entwicklung mit Tatkraft und Optimismus entgegentreten können.“ Alle acht Finalisten hätten mit ihren Projekten gezeigt, dass jeder in seinem Bereich mit Kreativität und Einsatz dazu beitragen könne, sein Lebensumfeld attraktiv und lebenswert zu erhalten. „Die hessische Landesregierung würdigt mit dem Demografie-Preis die wertvolle Arbeit engagierter Menschen. Gleichzeitig wollen wir auch die vielen guten Ansätze sammeln, ihnen eine Plattform bieten und andere Bürgerinnen und Bürger, die lokale Wirtschaft, die Städte und Dörfer motivieren, selbst aktiv zu werden“, so Wintermeyer.

Den ersten Platz belegte der Verein „Spangensteine“ aus dem nordhessischen Spangenberg (Schwalm-Eder-Kreis). Er kann sich über ein Preisgeld von 10000 Euro freuen. Wintermeyer zeichnete die Initiative für die Projekte „Zukunftswerkstatt Spangenberg“ und die Einrichtung eines Familienscouts aus.

Das Projekt „Internationale Gärten in den Kindergärten Kettenbach und Michelbach“ der Gemeinde Aarbergen erhielt den mit 5000 Euro dotierten zweiten Preis. Den dritten Preis und jeweils 2500 Euro nahmen die „Mörscher Engel“ für ihre Generationenhilfe in Morschen entgegen sowie das Projekt „Päusje“ der Gemeinde Heidenrod, das Familienmitgliedern, die ihre Angehörigen pflegen, mit ehrenamtlicher Unterstützung Pausen verschafft.

Kommunen, Vereine, Stiftungen, Genossenschaften, Initiativen, Kirchen, gemeinnützige Einrichtungen und Unternehmen waren aufgerufen, ihre Projekte einzureichen, mit denen sie sich dem demografischen Wandel in ihrer Region stellen. Unter dem Motto „Wo Ideen Freiraum haben – Leben auf dem Land“ stand 2014 der ländliche Raum im Fokus. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen, Wirtschaft, Medien, Verbänden sowie der Hessischen Staatskanzlei und Ministerien hatte aus den eingegangenen Bewerbungen zunächst die besten acht ausgewählt. Nach einer Präsentation der Projekte durch die Bewerber legte die Jury die Preisträger fest. Auch die Plätze vier bis acht erhielten einen Anerkennungsbeitrag von 500 Euro für ihr Engagement.

Von Lutz Benseler

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