Korbach

Experimente in der Lernwerkstatt

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- Korbach (md). Sturmschäden simulieren und die Speicherkraft von Erde entdecken, Bodenerosion erkennen – das gehört zum Projekt „Lernwerkstatt Klimawandel“, für das sich Grundschulen bewerben können.

Für Kinder wird es in der Schule spannend, wenn sie selbst kreativ und aktiv sein dürfen – Experimentieren fördert einen spielerischen Zugang zum Thema, auch wenn es um Klimaschutz geht.

Das Projekt „Lernwerkstatt Klimawandel“, an dem gestern Vormittag die Klasse 3b der Marker-Breite-Schule teilnahm, wurde eigens für Grundschulen entwickelt; dafür haben die Klimaanpassungsbeauftragten in Nordhessen mit dem Wassererlebnishaus Fuldatal und dem Fachzentrum Klimawandel des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie zusammengearbeitet. Das Projekt soll für Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen einen ersten Impuls setzen, sich mit dem Klimawandel und dessen Folgen zu beschäftigen, erklärt Tanja Müller, Klimaanpassungsbeauftragte im Landkreis Wal­deck-Frankenberg.

Damit das für sie spannend wird und sich das Gelernte möglichst lange in den Köpfen festsetzt, dürfen sie zwischen theoretischem Einstieg und Schlussdiskussion selbst forschen: Auf welchem Untergrund versickert Wasser, auf welchem nicht? Welche Schäden können durch Stürme entstehen? Wie entsteht Wind? Und wie speichert Erde Wasser? Zu diesen Fragen gibt es einfach aufgebaute, aber effektive Versuchsreihen, die alle Schüler nacheinander durchlaufen.

Zwölf Stationen sind es insgesamt, erklärt Umweltpädagogin Kerstin Linne, die den Kurs leitet. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt erstmals in Waldeck-Frankenberg angeboten; durch die Einbindung lokaler Sponsoren jeweils kostenlos für die Schulen. Dass die Lernwerkstatt weiter verfolgt werden kann, ist in diesem Jahr der finanziellen Unterstützung der Wal­decker Bank in Zusammenarbeit mit der Frankenberger Bank zu verdanken, erklärt Tanja Müller. Maximal zwei Veranstaltungen sind pro Grundschule möglich; noch einige wenige Kurse können vergeben werden. Ansprechpartnerin ist Tanja Müller, Klimaanpassungsbeauftragte beim Landkreis, Telefon 05631-954-120.

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