Regionalkonferenz zum betrieblichen Gesundheitsmanagement in Korbach

Fit für den Fachkräftemangel

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Teilnehmer der Regionalkonferenz „Demografie-Fit im Unternehmen“ des Berufsförderungswerk des Handwerks in Korbach.

Korbach. - Betriebliches Gesundheitsmanagement lohnt sich für Unternehmen: Wer es anbietet, ist ein attraktiver Arbeitgeber und hat zufriedene und fitte Mitarbeiter.

Rund 30 Teilnehmer aus Unternehmen, Politik und Wirtschaftsförderung haben gestern an der zweiten Regionalkonferenz unter dem Titel „Demografie-Fit im Unternehmen“ im Berufsbildungszentrum (BBZ) in Korbach teilgenommen. Die Veranstaltung ist Teil des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und vom Europäischen Sozialfonds geförderten Projekts „gute Arbeit & gutes Leben in Waldeck-Frankenberg“ (siehe Hintergrund).

Bei dem Projekt gehe es darum, den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen und der Abwanderung junger Fachkräfte aus der Region etwas entgegenzusetzen, erläuterte Friedrich Schüttler, Abteilungsleiter im Berufsförderungswerk des Handwerks (BFH). Vier Modellbetriebe aus dem Landkreis zeigen bereits, wie es geht: Zunächst werde die Personalstruktur analysiert, daraus Handlungsfelder abgeleitet, die dann in Strategien und Maßnahmen einer „demografiefesten Personalpolitik“ mündeten, erklärte Projektleiterin Julia Oberlies.

Um den Schwerpunkt „Gesundheitsmanagement“ ging es gestern. Mit Rückentraining, Entspannungstechniken, ergonomischen Arbeitsplätzen halten die Modellbetriebe ihre Belegschaft fit. Präventions­berater Steve Steinberger und der Diplom-Sportwissenschaftler Christian Müller gaben weitere Tipps aus der Praxis. Vertreten war auch das Infomobil der Qualifizierungsoffensive der hessischen Landesregierung.

Hintergrund

Zurückgehende Geburtenzahlen, eine älter werdende Gesellschaft und junge Fachkräfte, die in die Zentren abwandern: Das sind Herausforderungen, denen sich Unternehmen im Landkreis stellen müssen. Im Projekt „Gute Arbeit & gutes Leben in Waldeck-Frankenberg“, das seit Februar 2012 läuft, entwickelt und erprobt das Berufsförderungswerk des Handwerks (BFH) gemeinsam mit den vier Modellbetrieben Thonet (Frankenberg), Weidemann (Diemelsee), Wulf Isenberg (Twistetal) und Frank Walz- und Schmiedetechnik (Hatzfeld) Strategien für eine Personalpolitik, die dem demografischen Wandel ein Schnippchen schlagen soll. Unter anderem geht es um Arbeitszeitgestaltung und Gesundheitsmanagement. In der Transferphase im kommenden Jahr können interessierte kleine und mittlere Unternehmen aus der Region den Modellbetrieben nacheifern. „Ziel ist, mindestens zehn Betriebe zu finden, die mitmachen“, erklärt Julia Oberlies, die das Projekt betreut.(lb)

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