Fair gehandelt und regional geröstet

"Fairtrade"-Kaffee: Stadt Korbach bringt neue Produkte auf den Markt

+
Wollen mit den neuen Kaffee-Sorten den fairen Handel fördern und dafür sorgen, dass Korbach auch weiterhin eine „Fairtrade-Stadt“ bleibt: (von links) Dr. Marc Müllenhoff von der Stadt Korbach, Werner Lamm und Franz Harbecke.

Fairer Handel wird in Korbach groß geschrieben. Kein Wunder, denn die Hansestadt trägt seit 2013 den Titel „Fairtrade-Stadt“.

Korbach – Zu Beginn des neuen Jahres gibt es ein verändertes Kaffee-Sortiment. Unter dem Motto: „Bio, fair, von hier“ werden ab sofort neue Produkte, die zudem aus einer anderen Rösterei kommen, in der Korbach-Information und im Weltladen angeboten.

„Fairer Handel muss gesellschaftlich eine Relevanz haben“, betont Dr. Marc Müllenhoff, der für das Korbacher Stadtmarketing im Arbeitskreis „Fairer-Handel“ aktiv ist. Franz Harbecke aus der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“ ergänzt: „Wir dürfen die Kleinbauern in ärmeren Regionen auf der Welt nicht vergessen. Unsere Produkte sind zwar etwas teurer, helfen aber in den Ernte-Regionen gezielt weiter und sorgen dafür, dass die Landwirte besser und vor allem fair bezahlt werden.“ Zudem sei die Qualität der Produkte aufgrund einer besonderen Röstungstechnik sehr gut.

Auch den Umweltaspekt dürfe man nicht unterschätzen, meint Werner Lamm, der genau wie Harbecke den Korbacher Weltladen ehrenamtlich unterstützt. „Gerade das Bio-Siegel garantiert, dass die Kaffee-Bauern sichere Arbeitsbedingungen haben und nicht mit gefährlichen Pflanzenschutzmittel in Verbindung kommen.“

Neue Kaffee-Sorten auf dem Markt: Die Stadt Korbach hat zusammen mit der Rösterei Langen aus Medebach neuen "Fairtrade"-Kaffee herausgebracht.

Der neue Partner, die Rösterei Langen aus Medebach, biete für diese Zusammenarbeit die besten Voraussetzungen. „Wir wollten unbedingt den regionalen Aspekt gewährleisten.“, berichtet Müllenhoff, „außerdem können wir bei der neuen Rösterei sicher sein, dass die Kleinbauern fair bezahlt werden und sogar Unterstützung erhalten, wenn die Ernte in einer Saison schlechter ausfallen sollte.“

Zusammen mit dem neuen Partner habe man daran gearbeitet, ein vielfältigeres Angebot aufzustellen. „Wir bieten Kaffee in ganzen Bohnen oder im gemahlenen Zustand an. Außerdem haben wir als neue Sorten Espresso und Café Crema in das Angebot aufgenommen.“ Die Produkte seien nun länger haltbar, als vorher, da der Kaffee vakuumiert werde. „Durch die neue Technik ist eine Haltbarkeit von einem Jahr garantiert.“

Diese Vorzüge sollen auch andere Unternehmen aus der Region davon überzeugen die Kaffee-Sorten in den Märkten anzubieten. „Gerne würden wir mit weiteren Geschäften Kontakt knüpfen, damit auch dort unser Kaffee angeboten wird“, sagt Müllenhoff.  (sk)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare