Festzug und Empfang zum 40-jährigen Bestehen der integrativen Einrichtung in Korbach

Familienzentrum feiert Geburtstag

Korbach - Fröhlich, bunt und ausgelassen feierten die Kinder des Familienzentrums „Mobilé“ am Samstag den 40. Geburtstag der Einrichtung. Und sie bewiesen: Inklusion ist kein Fremdwort, sondern Alltag in der Kindertagesstätte.

Es war wie ein großes Wiedersehen: Mitarbeiter der ersten Stunde trafen auf ehemalige Kindergartenkinder, die längst ihren Weg ins Leben gegangen sind, Politiker trafen auf Vertreter des Lebenshilfe-Werks, aktuelle kleine Besucher der Kindertagesstätte auf Architeten. Zum 40. Geburtstag des Familienzentrums des Lebenshilfe Werks warfen die Festgäste gemeinsam einen Blick in die Vergangenheit. Am berührendsten war dabei wohl ein Brief, den Marlene Schmieding-Ohlendorf vorlas. Die Korbacherin, die gemeinsam mit Dr. Michael Ehrlich die Einrichtung auf den Weg gebracht hatte (wir berichteten) erzählte von Rüdiger und seinen Erfahrungen. „Nur, weil sich die Erzieher in der Sondereinrichtung Zeit für mich und meine Besonderheiten nahmen, konnte ich am Ende meinen Weg gehen“, zitierte Marlene Schmieding-Ohlendorf und berichtete von dem Jungen mit motorischen Schwierigkeiten und Lernproblemen, der schließlich sein Abitur machte und Chemie studierte. Unzählige Geschichten wie diese hat die Kindertagesstätte in den vergangenen Jahrzehnten geschrieben – und während einer offiziellen Feststunde am Samstagvormittag erinnerten Weggefährten daran. „Hier ist viel Gutes getan worden und es wird noch getan“, befand Dr. Wolfgang Werner, Geschäftsführer des Lebenshilfe-Werks. Stadtrat Bernd Kramer lobte den großen Bürgersinn und das Bürgerengagement, ohne die die Anfänge nicht möglich gewesen wären. Und auch Reinhard Hollstein, Vorsitzender des Aufsichtsrates befand gerührt: „Von Kindern sollten wir das Mensch-Sein lernen“. Und das bewiesen die Kinder am Nachmittag eindrucksvoll. Bereits während des Festaktes hatten sie mit Liedern und Tänzen für Schwung und Fröhlichkeit gesorgt, der Nachmittag galt dann ganz ihnen – völlig ohne Reden. In einem bunten Festzug zeigten sie Eltern und Besuchern bunt geschminkte Gesichter, schmucke Kostüme und vor allem eines: Unterschiede gehören zum Leben und machen es reicher.Und so schoben dann kleine glückliche Personen in lustigen Kostümen Rollstühle und Kinderwagen und strahlten über das ganze Gesicht. (resa)

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