Von Aha bis ZZ Top: Musikalische Zeitreise in die 80er-Jahre in Helmscheid

500 feiern im Zelt zu Partyhits

Korbach-Helmscheid - Madonna, Michael Jackson und die Neue Deutsche Welle: Helmscheid hat am Samstag zur vierten Zeitreise in die 80er-Jahre eingeladen.

Eine echte Gemeinschaftsleistung: Für den Partyspaß im Festzelt auf dem Helmscheider Sportplatz packt fast das halbe Dorf mit an. Mehr als 50 freiwillige Helfer bauen Bierzeltgarnituren auf, zapfen Bier, mixen Cocktails oder grillen Steaks. „Der Aufbau hat schon am Dienstag begonnen“, sagt Ortsvorsteher Harald Saure. Und ab Sonntagmittag geht es in umgekehrter Richtung weiter.

Der Aufwand ist enorm: „Wir machen alles in Eigenleistung“, sagt Saure. Seit vier Jahren organisieren die Feuerwehr, der Sportverein und der Chor – zusammengefasst unter den drei Buchstaben „FSC“ – die Party. Doch es lohnt sich: „Wir haben diesmal die 500er Marke überschritten“, stellt der Ortsvorsteher fest. Jedes Jahr kämen mehr Besucher. Während die Helmscheider bei der Premiere rund 250 Gäste gezählt hatten, waren es 2010 bereits 400 Partywillige.

Aus den Lautsprechern tönen die Hits von damals. Dennis Greisler aus Goddelsheim legt die Scheiben auf – virtuell am Laptop. Mit Hits wie Kenny Loggins’ „Danger Zone“ aus dem Fliegerfilm „Top Gun“ mit Tom Cruise, Irene Caras „What a feeling“ aus dem Tanzfilm „Flashdance“, ob mit Hits von Tina Turner oder Brian Adams heizt er im bunt beleuchteten Festzelt ein. Kein Klassiker fehlt und jeder Wunsch aus dem Publikum wird gern erfüllt.

Vor allem die Neue Deutsche Welle erweist sich bei der Generation, die in den 80ern noch nicht mal geplant war, als partytauglich. Und alle, die das Jahrzehnt noch miterlebt hatten, erinnern sich an alte Zeiten. „Von 16 bis 80 Jahren ist alles da“, überblickt Saure die Altersspanne der Besucher.

Bei aller Mühe, ein bisschen bleibt unterm Strich nach jeder Party auch für die drei Vereine übrig: „Letztes Jahr haben wir vom Erlös unsere Internetseite www.helmscheid.de bezahlt“, sagt Saure. Davor war auch schon mal eine Musikanlage fürs Dorfgemeinschaftshaus drin.Übrigens: Den gruseligen Teil der 80er-Jahre haben die Organisatoren dezent ausgespart – glücklicherweise: Geschmacksverirrte mit Schulterpolstern und Vokuhila-Frisuren bleiben den Besuchern im Festzelt auf dem Sportplatz jedenfalls erspart. (lb)

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