Neerdar

Feuchtigkeit, Fäulnis, Risse im Mauerwerk

- Willingen-Neerdar (bk). Die altehrwürdige Pankratiuskirche in Neerdar weist erhebliche Schäden auf. Der Kirchenvorstand hofft, dass mit den dringend notwendigen Sanierungsarbeiten spätestens 2011 begonnen wird.

Die Risse im Mauerwerk sind nicht mehr zu übersehen. Es bröselt und bröckelt an allen Ecken und Enden. Der Zahn der Zeit nagt mächtig an dem spätromanischen Gotteshaus, dessen Anfänge im frühen 13. Jahrhundert liegen, das teilweise aber auch von gotischen Elementen geprägt ist. Im 1939 erschienenen Buch über die Bau- und Kunstdenkmäler im Kirchenkreis des Eisenbergs wird erwähnt, dass der Westturm 1851 neu errichtet wurde. Er ist also der jüngste, zugleich jedoch auch renovierungsbedürftigste Gebäudeteil. Durch kaputte Fugen dringt an der Wetterseite Regenwasser ins Mauerwerk ein, das immer größere Schäden verursacht. Aus Sicht des Kirchenvorstands und der Fachleute, die das Gebäude bereits im Juni 2007 bei einer Ortsbegehung unter die Lupe nahmen, ist eine flächenhafte Sanierung der Westfassade des Turms dringend erforderlich. Doch auch die Südwand, die 1586 schon einmal erneuert wurde, macht keinen guten Eindruck mehr. Das Mauerwerk weist hier einen großen Spalt und eine Ausbauchung auf. Pfarrer Karl-Heinz Bäcker, der augenblicklich die Vakanzvertretung in Neerdar wahrnimmt und damit vorübergehend auch Vorsitzender des Kirchenvorstands ist, der stellvertretende Vorsitzende Karl Bangert, Gerda Wilke, Kirchenältester Erich Steuber und Küster Josef Althaus zeigten beim Ortstermin mit der WLZ in dieser Woche weitere Schäden auf. Die Dach- und Deckenkonstruktion des Kirchenschiffs und des Chors sind von Feuchtigkeit betroffen. Alte Balken sind teilweise durchgebogen und weisen Fäulnisschäden und Schimmel auf. Außerdem hat sich hier der gescheckte Nagelkäfer, der allerdings vor einiger Zeit bekämpft wurde, gütlich getan und deutliche Fraßspuren hinterlassen. Im Kircheninneren machen sich im Chorgewölbe und im Mauerwerk Risse breit. Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Freitag, 5. Februar 2010.

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