Osterfeuer auf dem Pengel in Korbach: Annahme von Ästen an zwei Samstagen

Feuer mit privatem Strauchschnitt

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Korbach - Im gesamten Landkreis laufen die Vorbereitungen für die Osterfeuer, die den Himmel erleuchten sollen. In der Kreisstadt können erstmals auch alle Bürger zum Gelingen beitragen - indem sie Strauchschnitt abliefern.

In der Vergangenheit hatten die Mitarbeiter der Stadt in den Wochen vor Ostern die ersten Strauchschnitte auf dem "Pengel" in Richtung Nordenbeck abgeliefert. In diesem Jahr allerdings sind die Astreste an die alte Kläranlage in der Flechtdorfer Straße gewandert. Hier werden die Äste schnell klein gehäckselt. Bauhofleiter Friedhelm Schmidt erklärt dieses neue Vorgehen mit der Witterung.

Die Ausrichter des Osterfeuers, die Mitglieder der Burschenkompanie Korbach, mussten sich also umstellen. Cheforganisator Thomas-Ludwig Tent fragte bei Firmen und Privatleuten nach, ob diese ihren "Bioabfall" auf den angestammten Platz beim "Ellerbruch" liefern können.

Die Burschen hoffen zudem auf die Korbacher: An den kommenden zwei Samstagen laden sie sie ein, Material für das Osterfeuer abzuliefern. Zwischen 10 und 14 Uhr öffnen die jungen Mitglieder der Schützengilde die Pforten zum späteren Festplatz. Weil die Stadt vor wenigen Jahren den Weg neu mit Splitt versehen hat, sind die Wege für Autos befahrbar.

Die neue Vorgehensweise der Stadt sei günstiger, gibt Bauhofleiter Schmidt zu. Schließlich sind die Wege an den zentralen Anlaufpunkt in der Flechtdorfer Straße kürzer. Auf der anderen Seite signalisiert er aber bereits, dass die Stadt "zwei, drei Wagen mit grünem Schnitt" übrig habe, wenn sich Bedarf abzeichne.

Wert legt Erich Fischer vom Fachdienst Brandschutz beim Landkreis Waldeck-Frankenberg darauf, dass im gesamten Landkreis die Spielregeln für Osterfeuer eingehalten werden (siehe Kasten rechts). Ein Problem sieht er in der anhaltenden Trockenheit, die dafür sorgen könnte, dass eine Gemeinde oder Stadt die Genehmigung für ein Feuer zurückziehen muss - wegen Waldbrandgefahr.

Die Leitstelle des Landkreises wird über alle angemeldeten und stattfindenden Osterfeuer in Waldeck-Frankenberg informiert. Die Genehmigung sei Sache der Stadt oder Gemeinde, so Landkreismitarbeiter Fischer.

Ihre Genehmigung hat die Burschenkompanie bereits eingeholt. Den großen Unterstand, der Wind und Wetter trotzt und Platz für die Essens- und Getränkeausgabe bietet, bauen die jungen Korbacher in den kommenden Wochen auf. Beginn der Veranstaltung ist gegen 18.30 Uhr. (den)

Hintergrund

Folgende Bestimmungen müssen alle Veranstalter im Landkreis einhalten. Bei Verstößen kann die zuständige Behörde Strafen verhängen: Der Standort: Nur vegetationslose Flächen sind erlaubt. Hecken, Bäume oder Wegraine dürfen allerdings nicht beeinträchtigt werden. Der Abstand: 100 Meter zu bewohnten Gebäuden, Naturschutzgebieten und Wäldern sind einzuhalten; 50 Meter zu Straßen und Eisenbahnstrecken. Der Aufbau: Zum Schutze von Kleintieren und Vögeln darf das Brennmaterial frühestens eine Woche vor dem Abbrennen aufgeschichtet werden. Möglich ist es auch, den Stapel kurz vor dem Abbrennen umzuschichten. Die Brennstoffe: Nur Reisig, Äste und Stroh sind erlaubt. Abfälle haben in einem Osterfeuer nichts zu suchen.

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