Ein kleines Minus ist nicht auszuschließen

Finanzen besser als erwartet: Corona-Kassensturz fällt für Stadt Korbach glimpflich aus

Ein Haufen mit Geld, unter anderem 10-, 20- und 50-Euro-Scheinen.
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Besser als erwartet: Vor allem die gute Entwicklung bei der Gewerbesteuer hat dafür gesorgt, das die Finanzen der Stadt Korbach nicht so stark beeinträchtigt sind wie befürchtet.

Ein kleines Minus ist nicht auszuschließen, aber: Die Corona-Pandemie hat die Finanzen der Stadt Korbach bislang nicht so stark beeinträchtigt wie befürchtet. Das erklärte Andreas Sinsch, Leiter der Finanzabteilung, in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch.

  • Noch im Frühjahr waren die Erträge aus der Gewerbesteuer für 2020 in Korbach um rund 3,5 Millionen Euro eingebrochen. Aktuell sieht es wieder besser aus.
  • Die Stadt Korbach hat in diesem Jahr weniger Geld ausgegeben, etwa weil Feste wie das Altstadtkulturfest ausgefallen sind.
  • Das Korbacher Rathaus rechnet zum Jahresende mit einem kleinen Minus, das aber durch Rücklagen ausgeglichen werden kann.

Korbach – Noch im Frühjahr sah die Lage deutlich düsterer aus: Die Gewerbesteuererträge bei den Vorauszahlungen für das laufende Jahr waren um rund 3,5 Millionen Euro eingebrochen. Aktuell sind rund zwölf Millionen Euro Gewerbesteuer veranlagt – rund 1,9 Millionen Euro weniger als im Haushaltsansatz für 2020. Zudem hat die Stadt Korbach rund 2,9 Millionen Euro aus dem Gute-Zukunft-Sicherungsgesetz des Landes Hessen erhalten. Gleichzeitig sinken die Aufwendungen, etwa weil Veranstaltungen wie das Altstadtkulturfest ausgefallen sind.

Einen Fehlbetrag zum Jahresende 2020 kann Sinsch nach heutigem Stand zwar immer noch nicht ausschließen. „Das Haushaltsloch im Jahresergebnis wird aber sicherlich nicht besonders groß werden und kann auf jeden Fall durch bestehende Rücklagen gedeckt werden“, so der Leiter der Finanzabteilung im Korbacher Rathaus. Prognosen sind allerdings schwierig: „Die Haushaltsentwicklung hängt insbesondere von der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie ab“, sagte Sinsch.

Korbach schaffte Ende August die „Schwarze Null“

Hoffnung machen die Zahlen aus den vergangenen Monaten: Zum Stichtag 31. August lagen sowohl die Gesamterträge als auch die Gesamtaufwendungen bei rund 59 Prozent des für dieses Jahr geplanten Ansatzes. Sinsch: „Das ordentliche Ergebnis betrug zu diesem Zeitpunkt rund 233.000 Euro – also eine Schwarze Null.“

Die Entwicklung habe sich in den weiteren Monaten relativ gleichmäßig fortgesetzt. Aktuell liegen laut Sinsch die Erträge und Aufwendungen bei rund 72 Prozent des Jahresansatzes. Bis die Steuererträge der Stadt Korbach wieder auf dem Niveau von 2019 sind, wird es nach der aktuellen Steuerschätzung aber noch bis 2023 dauern.

Den Unternehmen sei die Stadt bei der Gewerbesteuer entgegengekommen, sagte Sinsch: „Wir haben vor allem im zweiten Quartal Forderungen in Höhe von rund 120.000 Euro gestundet.“ Gleichzeitig seien Investitionsvorhaben und viele vorgesehene Unterhaltungsmaßnahmen „mit Bedacht fortgeführt“ worden. Auch so seien die Unternehmen in der Krise unterstützt worden.

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