Korbacher Haushalt: Weniger Gewerbesteuer, mehr Einkommensteuer

Finanzlage der Hansestadt entwickelt sich planmäßig

Korbach - Die finanzielle Entwicklung der Hansestadt verläuft 2014 weitgehend planmäßig.

Ein frohe Botschaft ist das allerdings kaum, denn die Stadt Korbach erwartet im Haushaltsjahr ein Minus von rund 5,7 Millionen Euro in der Gewinn- und Verlustrechnung. 2013 schnitt Korbach noch deutlich besser ab als befürchtet. Der vorläufige Jahresabschluss zeigte ein Defizit von rund 5,1 Millionen Euro – und lag damit rund zwei Millionen Euro niedriger als geplant. Trotz des Haushaltslochs musste die Kreisstadt wie in den langen Vorjahren keine „Kassenkredite“ in Anspruch nehmen, also ihr Girokonto nicht überziehen. Mit der schwierigen Finanzlage steht Korbach indes nicht allein. Die meisten Kommunen in Hessen ächzen unter wachsenden Schuldenbergen. Durch einen dicken Sparstrumpf konnte sich die Hansestadt über viele Jahre von der negativen Entwicklung noch befreien. Doch seit 2007 lassen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu wünschen übrig. Ein Grund dafür ist, dass Korbachs größter Arbeitgeber Continental durch Firmenübernahmen im Konzern starke Verluste schrieb. Die Gewerbesteuer bleibt auch 2014 ein Sorgenkind, denn der Ansatz von elf Millionen Euro Einnahmen wird voraussichtlich nicht erreicht. Besser als geplant verlaufen hingegen bislang die Erträge aus der Einkommensteuer mit einem Plus von rund 200 000 Euro, wie Finanzexpertin Birgit Handt gestern im Haupt- und Finanzausschuss des Parlaments berichtete. Auch die Einnahmen aus der Spielapparatesteuer liegen voraussichtlich höher als erwartet. Bis auf kurzfristige Kontoüberziehungen kann Korbach somit 2014 vermutlich abermals Kassenkredite vermeiden. (Jörg Kleine)

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