Fachschule für Wirtschaft, Fachrichtung Betriebswirtschaft

Fit für Führungsaufgaben: Berufliche Schulen verabschieden Absolventen

+
Die Prüfung zum Betriebswirt erfolgreich abgeschlossen: die Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Wirtschaft der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern.

Korbach. Der Abschlussjahrgang der Fachschule für Wirtschaft, Fachrichtung Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Unternehmensführung, ist an den Beruflichen Schulen verabschiedet worden. Die Absolventen erhielten ihre Zeugnisse, die sie als Staatlich geprüfte Betriebswirte ausweisen.

Dieses Ausbildungsangebot der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen richtet sich an bereits Berufstätige und beruflich Erfahrene. Sie werden darauf vorbereitet, in ihren Unternehmen Führungs- und Managementaufgaben zu übernehmen.

Abteilungsleiter Michael Grosche begrüßte die 22 Absolventinnen und Absolventen, deren Familien sowie die Lehrkräfte, die die Studierenden in den letzten drei Jahren unterrichtet haben. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von den Pädagogen Pietro Messana und Andreas Schön sowie Schülern der Fachoberschule.

Zweimal die Note 1,2

Schulleiter Uwe Schönrock gratulierte den Absolventen und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft. Von den 29 Studierenden, die die Weiterbildung begannen, hätten 22 die Abschlussprüfung erfolgreich absolviert. Dabei erzielten acht Prüflinge eine Durchschnittsnote mit einer eins vor dem Komma. Klassenbeste waren Natalie Lefarth und Vanessa Trautmann (Durchschnitt 1,2).

Schönrock betonte, dass die Studierenden diese guten Leistungen durch Zielstrebigkeit und Fleiß erreicht hätten. Neben ihrer eigentlichen Arbeit besuchten sie an drei Tagen die Fachschule.

Die Absolventen Anja Göbel und Ingo Kotschwar stellten die Frage: „Drei Jahre Abendschule, warum tut man sich so etwas an?“ – Insbesondere die fachliche Weiterentwicklung und neue Jobperspektiven hätten bei vielen zunächst im Vordergrund gestanden, sagte Anja Göbel. Rückblickend ließe sich aber auch feststellen, dass sich alle Absolventen auch persönlich weiterentwickelt hätten und so manche Freundschaft geschlossen wurde. Für Ingo Kotschwar war das Motto der Fachschule: „Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.“

Anschließend ließen beide die Fachschulzeit Revue passieren und machten dabei die Dimensionen des Engagements deutlich. Drei Jahre Fachschule bedeuten: 2800 Stunden Unterricht, eine Facharbeit, eine Projektarbeit, zwei schriftliche Abschlussprüfungen, 28 Klausuren und eine Projektwoche.

Ein Abschied schmerzt

Sein Grußwort für das Kollegium begann Christoph Lauer als stellvertretender Klassenlehrer mit folgendem Zitat: „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut.“ Er machte deutlich, dass die neuen Betriebswirte zu Recht stolz auf die erbrachten Leistungen sein können. Zudem verwies er darauf, dass die Fachschule für Wirtschaft ein Paradebeispiel für eine Weiterbildung unter hoffentlich gelungener Verknüpfung von Arbeit und Familie sei.

Bei der Zeugnisübergabe wurden neben den Abschlusszeugnissen auch die Bescheinigungen für die Zusatzprüfung in Berufs- und Arbeitspädagogik (Ausbildereignungsprüfung) überreicht.

Abteilungsleiter Grosche appellierte zum Schluss an die Absolventen, als angehende Führungskräfte nicht nur auf erlernte Managementmethoden zu setzen, sondern auch den gesunden Menschenverstand zu benutzen. Gerade in der heutigen Zeit stünden Führungskräfte und ihr Handeln besonders im Fokus; Korruptionsskandale oder Vertuschung ließen grüßen.

Ein neuer Durchgang der Fachschule für Wirtschaft, Fachrichtung Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Unternehmensführung, startet am 9. Februar 2019. (r)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare