Posaunenchor Meineringhausen feiert 50-jähriges Bestehen

Flotte Klänge zum runden Geburtstag

+
Ehrungen für treue Mitglieder: Holger Krass, Edith Stoiber, Werner Vallbracht, Andreas Jahn, Britta Sauerland, Rolf Höhne, Friedhelm Sauerland, Heinz Becker, Dirk Weber, Pfarrer Wagner.

Korbach-Meineringhausen - Mit einem gelungenen Fest sowie zeitgemäßem Profil präsentierte sich der evangelische Posaunenchor Meineringhausen anlässlich seines 50. Gründungstages.

Zu einem Konzertabend mit viel Tanz lud der evangelische Posaunenchor Meineringhausen am vergangenen Wochenende ein - um gebührend seinen 50. Geburtstag zu feiern. In einem Festgottesdienst am nächsten Morgen wurden dann langjährige Mitglieder geehrt.

Als Auftakt des Abends spielte der Posaunenchor unter der Leitung von Christoph Arnold. Nachdem Vorsitzender Ralf Höhne die fast 200 Gäste und Ehrengäste begrüßt hatte („wenn Sie heute Abend einen falschen Ton hören, dann war ich es“), übernahm Bernhard Arnold die Moderation für den restlichen Abend.

Musikalischer Besuch

Zu Gast war das Samstagmorgen-Orchester, das vielseitige Nachwuchsorchester der Korbacher Musikschule mit seinem Dirigenten Michael Kuhhaupt. Mit mitreißenden und anspruchsvoll interpretierten Songs wie „YMCA“, „Oh Happy Day“ oder „Tage wie diese“ von den Toten Hosen sorgte das Orchester schnell für Stimmung im Saal und konnte dem begeisterten Publikum eine Zugabe nicht abschlagen. Auch das zum Teil gemeinsam mit den Bläsern vorgetragene Bachwerk „Bist Du bei mir“ kam bei den Gästen sehr gut an.

Anschließend sprachen Pfarrer Jörg Wagner, der in Gedichtform vortrug, Bürgermeister Klaus Friedrich, der Wilhelm Busch zitierte („Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden“), Ortsvorsteher Peter Krass, Friedhelm Schmidt für die ortsansässigen Vereine und der Kreisbeauftragte des Posaunenwerks, Dirk Weber. Sie alle gratulierten zum 50-jährigen Bestehen des Chors, würdigten dessen Arbeit und besonders die Jugendarbeit und überreichten dem Vorsitzenden, Rolf Höhne, Geldspenden und Geschenke für den Verein.

Im weiteren Verlauf des Abends übernahmen nun wieder die Meineringhäuser das Musikprogramm: Mit Filmmusik aus „Fluch der Karibik“, Hits von ABBA und „Glory Halleluja“ bewiesen sie, dass sie neben dem Spielen von Kirchen- und Volksmusik auch mit flotten Rhythmen begeistern können.

Ein Rückblick von Gerhard Schmidt, ehemals Vorsitzender und Chorleiter des Chors sowie Gründungsmitglied, in die Vereinsgeschichte, war geprägt von humorvoll vorgetragenen persönlichen Erlebnissen, die bei den Besuchern für große Heiterkeit sorgten.

Zu späterer Stunde übernahm dann Alleinunterhalter Schnell das musikalische Programm, so dass bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen werden durfte.

Großes Orchester

Am Sonntagmorgen erschienen dennoch alle Bläser wieder pünktlich zum Gottesdienst. Landesposaunenwart Andreas Jahn dirigierte flink die fast 100 anwesenden Bläserinnen und Bläser, ein Zusammenschluss der zehn Posaunenchöre des gesamten Kirchspiels. Sie hatten gemeinsam die musikalische Begleitung des Gottesdienstes übernommen - ein ungewöhnliches und eindrucksvolles Erlebnis für alle Gottesdienstbesucher.

In seiner Predigt kam Pfarrer Jörg Wagner auf den Mauerfall Jerichos in der Bibel zu sprechen. Musik könne Mauern einreißen, innere und äußere, so Wagner. Dass die Risse in der Dorfkirche vom Meineringhauser Posaunenchor verursacht seien, schloss er jedoch nachdrücklich aus.

Andreas Jahn und Dirk Weber ehrten anschließend mit Urkunden drei Fördermitglieder für 25 Jahre Mitarbeit: Edith Stoiber, Britta Sauerland und Werner Vallbracht. Für 35 Jahre aktive Mitgliedschaft im Verein bekam Holger Krass die Goldene Ehrennadel. Heinz Becker, Rolf Höhne und Friedhelm Sauerland nahmen für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft Urkunden und die begehrte Kuhlo-Medaillen entgegen.

Strother Männer singen

Der Tag klang aus mit einem reichlichen Angebot an Essen und Trinken, einem Ständchen des Strother Männergesangsvereins am Nachmittag sowie einem Besuch der Alphorngruppe „Diemelhörner“ - und mit netten Gesprächen und einem geselligen Beisammensein.

Von Mechthild Röhrig-Weking

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare