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Flottes Tempo, offenes Ohr: Hessens Ministerpräsident Boris Rhein in Korbach

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Von: Philipp Daum

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Im Dialog: Hessens Ministerpräsident Boris Rhein führte bei seinem Besuch in Korbach zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern.
Im Dialog: Hessens Ministerpräsident Boris Rhein führte bei seinem Besuch in Korbach zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern. © Philipp Daum

Festtagskleidung wird derzeit stark nachgefragt. Das erfuhr am Mittwoch, 27. Juli, auch der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), der Korbach für einige Stunden einen Besuch abstattete.

„Die Menschen wollen endlich wieder feiern und jetzt alles nachholen“, lieferte Rhein die Antwort dafür gleich selbst und erhielt prompt ein zustimmendes Nicken von Rainer Ueberson.

Der Geschäftsführer des Korbacher Modehauses Manhenke sprach gleichzeitig aber auch die Probleme an, welche die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg für den Einzelhandel bedeuteten. „Die Lieferketten können nicht mehr zuverlässig eingehalten werden. Durch Corona und die Lockdowns war ohnehin schon vieles zum Erliegen gekommen. Aktuell kommen Waren, die bislang aus Fernost zum Beispiel über die Ukraine nach Europa geliefert worden sind, nicht mehr an“, berichtete Ueberson.

Bevor Hessens Ministerpräsident am Nachmittag in der Korbacher Fußgängerzone mit den Passantinnen und Passanten ins Gespräch kam, hatte er seine Tour durch das Waldecker Land in Bad Arolsen begonnen. Mit Carl Anton Prinz zu Waldeck, der seit kurzem Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes ist, sprach er über den schlechten Zustand des Waldes und darüber, wie private Waldbesitzer unterstützt werden können.

Anschließend ging es weiter zum Korbacher Reifenhersteller Continental. Dort informierte sich Rhein über die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. „Ich bin sehr beeindruckt davon, wie Conti sich aufstellt und über die großen Investitionen, die in das Unternehmen fließen“, betonte der Hessische Ministerpräsident später im Gespräch mit der WLZ. Continental beweise, dass man sich auch in schwierigen Zeiten weiterentwickeln könne, wenn man bereit sei, sich zu modernisieren.

Für Boris Rhein war es der erste Besuch als Ministerpräsident in Korbach. Als hessischer Innenminister war er dagegen schon häufiger in der Stadt gewesen. „Gemeinsam mit dem Bürgermeister haben wir damals eine ganz tolle Sache hinbekommen – Korbach wurde zur ersten Hansestadt in Hessen erklärt. Diesen Titel kann nur der Innenminister verleihen“, erinnerte Rhein an den Juni 2013, als aus der Kreisstadt auch die Hansestadt wurde.

Dass Boris Rhein jemand ist, der gerne die Nähe zu den Menschen sucht, wurde während seines Besuchs in Korbach immer wieder deutlich. Es war allerdings auch nicht ganz leicht, ihm dabei immer zu folgen. Mit sportlichen Sneakern an den Füßen gab Rhein in der Fußgängerzone das Tempo vor, eng flankiert vom Korbacher Bürgermeister Klaus Friedrich. „Wie läuft das Geschäft“, fragte der Ministerpräsident kurzerhand die Frau hinter dem Imbissstand neben der Fleischerei Ludwig Tent. Mit einigen Touristen, die pflichtgemäß ihre E-Bikes durch die Fußgängerzone schoben, fachsimpelte der 50-Jährige über die Neuheiten auf dem Markt für Elektroräder.

Auch die Jugend kam nicht zu kurz. Von zwei jungen Schülern wollte Boris Rhein wissen, was sie in den Ferien machen – ein gemeinsames Bild war anschließend natürlich auch noch drin.

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