Diemelsee

Fördergelder für einfallsreiche Konzepte

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- Diemelsee-Adorf (resa). Neues Leben in alten Gebäuden: Mit Fördergeldern aus dem Leader-Topf haben die Diemelseer ein Geofoyer in der Adorfer Dorfmitte und ein Energie-Zentrum verwirklicht.

Manch ein Adorfer verbindet mit dem alten Gebäude in der Hauptstraße Kindheitserinnerungen. Erst wurde das Haus als Schule genutzt, dann kam hier die Sparkasse unter und schließlich stand es leer. Eine Zeit lang sorgten sie sich um die Zukunft des Gebäudes. Dann hatte Marion Bitterlich eine Idee. Die junge Adorferin entwarf das Konzept eines Energie-Zentrums, in dem verschiedene Unternehmen unter einem Dach an einem Strang ziehen würden. Das Projekt gefiel nicht nur Bürgermeister Volker Becker, sondern auch der Leader-Kommission im Naturpark Diemelsee. Also kam es auf die Förderliste und wurde schließlich verwirklicht.

150 000 Euro kostete die Sanierung des Gebäudes, 45 000 Euro flossen aus dem Leader-Topf, den Rest stemmte Marion Bitterlich durch ein Darlehen. „Das Projekt hat uns aus drei Gründen überzeugt“, erklärte Volker Becker, Vorsitzender der Kommission, gestern in Adorf, „erstens wurden zwei neue Arbeitsplätze und eine Ausbildungsstelle geschaffen, zweitens wurde ein Leerstand gefüllt und drittens freuen wir uns über die Kooperationen der Firmen“. Hinzu kam das Thema Energie.

14 Unternehmen beteiligen sich an dem Zentrum. So haben etwa Dachdecker, Fliesenleger, Architekten und Fensterbauer einen Ausstellungsraum. „Interessiert sich also ein Kunde für Sanierung oder Neubau, bekommt er bei uns alles unter einem Dach“, erklärt Marion Bitterlich die Idee. Bewusst seien aber Branchen ausgespart worden, die in Adorf bereits vertreten seien. Neben Neugründungen haben große Korbacher Firmen in Adorf auf diesem Weg eine Filiale gegründet. Am 10. April lädt Existenzgründerin Marion Bitterlich mit ihrem Team von 11 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.

Neben dem privaten Förderprojekt stellten die Diemelseer gestern auch ein öffentliches Projekt vor: das Geofoyer. In der Ortsmitte ist ein kleiner, schmucker Raum entstanden, in dem Einheimische und Touristen einen Ausflug in die Adorfer Geschichte machen können. Gemeinsam mit den Knappen besuchten Kommissionsmitglieder der drei beteiligten Gemeinden Korbach, Diemelsee und Willingen die ehemalige Bücherei in der Gartenstraße. 26 500 Euro hat die Einrichtung des Geofoyers gekostet, 15 920 Euro wurden aus dem Lea­der-Fördertopf beigesteuert, den Rest bezahlte die Gemeinde Diemelsee.

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