Zertifikate für 19 Teilnehmer der Schulung zum ehrenamtlichen gesetzlichen Betreuer

Fortbildung erfolgreich beendet

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Acht Wochen lang drückten sie die Schulbank, am Dienstagabend bekamen die Teilnehmer der Schulung zum ehrenamtlichen gesetzlichen Betreuer ihre Zertifikate.Foto:Schröder

Korbach - Die Lebenshilfe Wal­deck und der Treffpunkt Korbach bilden gemeinsam gesetzliche Betreuer aus: 19 Teilnehmer einer Schulung bekamen am Dienstagabend ihre Zertifikate.

Wer trifft im Notfall die Entscheidungen? Welche Rechte können Menschen mit Behinderung oder Demenzkranke in Anspruch nehmen? Und welche Hilfe gibt es? Pflegende Angehörige stehen häufig mit vielen Fragen vor ihren Aufgaben. Auch Freiwillige, die bedürftigen Menschen im Alter oder bei Hilflosigkeit unter die Arme greifen wollen, kennen nicht immer alle Möglichkeiten.

Um ehrenamtliche gesetzliche Betreuer bei ihrer Arbeit zu unterstützen, bieten die Lebenshilfe Waldeck und der Treffpunkt eine gemeinsame Schulung an. 19 Interessierte setzten sich in den vergangenen acht Wochen noch mal auf die Schulbank und lernten Rechte und Pflichten gesetzlicher Betreuer im Ehrenamt kennen. Am Dienstagabend verliehen die beiden Vereine die Zertifikate.

Zuvor bedankten sich die Teilnehmer für das informative und abwechslungsreiche Angebot bei den Leiterinnen Andrea Franke vom Treffpunkt Korbach und Isabell Müller von der Lebenshilfe Waldeck. Die beiden Schulungsleiterinnen betonten schließlich, das Zertifikat solle die Verantwortungsbereitschaft und das Engagement der Schulungsteilnehmer würdigen. Über acht Wochen lang informierten Experten in Vorträgen über Rechte und Pflichten eines ehrenamtlichen gesetzlichen Betreuern. Richter, Rechtspfleger, Ärzte, Rechtsanwälte und Pädagogen waren als Referenten geladen. Exkursionen ins Pflegezentrum Lichtenfels, in die Korbacher Tagesklinik oder ins Amtsgericht ermöglichten den Teilnehmern einen Einblick in die praktische Arbeit.

Zu den Inhalten der Schulung gehörten Betreuungsverfahren, Rechte und Pflichten des Betreuers, stationäre und ambulante Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen und für Menschen mit geistiger Behinderung, soziale Sicherheit und Sozialgesetzbücher, Aufgaben der Bevollmächtigten, stationäre und ambulante Angebote für Menschen mit Demenzerkrankungen sowie die Rolle des Betreuers.

„Hauptsächliche nehmen die Menschen an der Veranstaltung teil, die selbst betroffen sind, um sich Hintergrundwissen für den Eigenbedarf anzueignen“, erklärte Isabell Müller. Dennoch seien auch viele bereit, ihr nun erlerntes Wissen auch anderen zur Verfügung zu stellen und ein Ehrenamt für einen Fremden zu übernehmen.

In froher Runde ließen die Leiterinnen und Teilnehmer dann noch den Abend ausklingen. „Die Veranstaltung war inhaltlich sehr gut aufeinander aufgebaut und alle meine Fragen konnten geklärt werden“, lobte schließlich Dr. Günther Jentsch, einer der Teilnehmer, „es wäre schön, wenn es irgendwann auch einen Auffrischungskurs geben würden“.

Zertifikate übergeben

Silke Saure von der Betreuungsbehörde des Landkreises Waldeck-Frankenberg verlieh Zertifikate für ehrenamtliche gesetzliche Betreuer an die Teilnehmer: Anita Behle, Elke Strasen, Martina Bärenfänger, Heide Schmidt, Waldemar Narewski, Dr. Günther Jentsch, Oskar Brach, Volker Tschepe, Nilgün Dogan, Jutta Kontner, Barbara Bütow, Ulrike Feiler, Erika Lust, Barbara Eckes, Hartmut Kampf, Daniela Zimmermann, Gerhard Rosenkranz, Heidemarie Rosenkranz und Wilhelm Völcker-Janssen.

Von Jacqueline Schröder

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