Geopark kooperiert mit Wissenschaftlern

Fossilienfundstätte Korbacher Spalte wird zu 3D-Modell

Sie setzten das Projekt gemeinsam um: (oben von links) Sabine Kummer (Uni Bonn), Valeska Decker (Uni Bonn), Heiner Heggemann (HLNUG), Edouard Grigowski (Uni Bonn), Gösta Hoffmann (Uni Bonn) sowie (unten von liks) ; Kim Peis (Geopark Grenz-Welten), Anne Kött (HLNUG), Rosalie Kunkel (Uni Bonn).
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Sie setzten das Projekt gemeinsam um: (oben von links) Sabine Kummer (Uni Bonn), Valeska Decker (Uni Bonn), Heiner Heggemann (HLNUG), Edouard Grigowski (Uni Bonn), Gösta Hoffmann (Uni Bonn) sowie (unten von liks) ; Kim Peis (Geopark Grenz-Welten), Anne Kött (HLNUG), Rosalie Kunkel (Uni Bonn).

Die Korbacher Spalte ist eines der bedeutendsten Geotope in Deutschland. Sie wird momentan dreidimensional dokumentiert.

Korbach – Bei dem Projekt kooperiert der Nationale Geopark Grenz-Welten mit Geowissenschaftlern der Universität Bonn sowie mit dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Die Dokumentation erfolgt mit Drohnenflügen und der Vermessung mit hochauflösenden Laserscannern.

Hintergrund ist das 175-jährige Jubiläum der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV), das im Jahr 2023 gefeiert werden kann. Das Projekt „30 Geotope³“ geht zurück auf eine Initiative von Doktoranden und Studierenden der Universität Bonn.

Korbacher Spalte: Projektleiter lernt von jungen Leuten

„Wir wollen zeigen, dass die Geowissenschaften spannend sind und hier modernste Methoden zum Einsatz kommen“ erläutert Sabine Kummer, Masterstudentin in Bonn. Projektleiter Dr. Gösta Hoffmann ergänzt: „Es gelingt mit 30 Geotope³, Fähigkeiten zu vermitteln, die so in keiner klassischen Lehrveranstaltung gelehrt werden. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich hier von den jungen Leuten lerne.“ Die könnten als „digitale Eingeborene“ mit Drohnen fliegen, 3D-Modelle berechnen und Smartphone-Apps entwickeln. Das gehe weit über den klassischen Ansatz in den Geowissenschaften hinaus.

Ein erstes Treffen fand bereits im Oktober 2020 in der Korbacher Spalte statt. In Abstimmung mit und Unterstützung durch die Stadt Korbach, das Wolfgang-Bonhage- Museum und das HLNUG konnten die Arbeiten nun aufgenommen werden.
Dabei sind die Teilnehmer von oben in die Spaltenöffnung geklettert und haben jeden Zentimeter der Spalte mit einem hoch modernen Laserscanner aufgenommen. Diese Scans sowie die Drohnenaufnahmen liefern die Daten zur Modellierung des fertigen 3D-Modells der Korbacher Spalte.

Für den Geopark GrenzWelten ist die 3D-Dokumentation eine gelungene Ergänzung zu dem existierenden Informationsangebot. „Neben den klassischen Materialien wie Broschüren und Informationstafeln arbeiten wir schon seit längerer Zeit mit digitalen Medien. 2020 haben wir ein Augmented Reality- Modell des Korbacher „Urzeitdackels“ Procynosuchus entwickelt, das sich großer Beliebtheit erfreut“, erläutert Kim Peis, Leiterin des Geoparks.

Korbacher Spalte: Bekanntheitsgrad steigern

Dank der dreidimensionalen Darstellung wird die Öffentlichkeit künftig die Korbacher Spalte von außen und innen kennenlernen. Dieses Erlebnis steht natürlich auch überregional zur Verfügung und steigert den Bekanntheitsgrad der Fossilfundstelle. „Das finale Modell wird vermutlich im Dezember über die Webseite www.digitalgeology.de präsentiert, zusammen mit erläuternden Texten, Abbildungen und einem Video, in dem wir die 3D-Techniken erklären“ kündigt Edouard Grigowski an, Doktorand an der Uni Bonn und Ideengeber von „30 Geotope³“.

Für Fragen rund um den Verlauf des Projektes steht der Nationale Geopark Grenz-Welten zur Verfügung. Infos gibt es unter geopark-grenzwelten.de (red)

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