Fraktionen in der Hansestadt steuern Sachpolitik ohne Farbenspiele an

Koalition nicht in Sicht

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Rund 90 Mitarbeiter bewältigten am Montag die Stimmauszählung im Korbacher Rathaus souverän und mit hohem Tempo: hier Dieter Vogel, Andrea Franke und Alexandra Peyker (v.l.)

KORBACH. Die Kommunalwahl in Korbach hat die politischen Kräfteverhältnisse zu Lasten der großen Volksparteien verschoben.

Ergebnisse und Sitzverteilung in Korbach: CDU 24,72 Prozent (8 Sitze), SPD 31,21 Prozent (10 Sitze), Grüne 9,97 Prozent (3 Sitze), FDP 9,51 Prozent (3 Sitze), Freie Wähler 17,58 Prozent (5 Sitze), Aktive Bürger 7,01 Prozent (2 Sitze).

Insbesondere die Freien Wähler gehen mit stolzer Brust und knapp 17,6 Prozent der Stimmen in die kommende Legislaturperiode bis 2021. Nach dem gehörigen Dämpfer von 2011 legt aber auch die FDP von 6,7 auf 9,51 Prozent kräftig zu. Und mit 7 Prozent haben „Die aktiven Bürger“ als Neulinge klar den Sprung ins Parlament geschafft. Dabei hat die FDP bei der Endauszählung gegenüber den „Aktiven Bürgern“ noch mal deutlich gutgemacht – und ein drittes Mandat gewonnen. Stärkste Fraktion bleibt in Korbach weiterhin die SPD mit 31,2 Prozent. Mit einem Verlust von rund 3,5 Prozentpunkten im Vergleich zu 2011 mussten die Genossen aber einen spürbaren Rückschlag hinnehmen. Auch die CDU verlor rund 2,2 Prozentpunkte. Am stärksten traf es derweil die Grünen mit einem Verlust von rund 7,3 Prozentpunkten. Rein rechnerisch ergibt sich aus dem Wahlergebnis eine hauchdünne bürgerliche Mehrheit: Die CDU kommt auf acht, die Freien Wähler auf fünf und die FDP auf drei Sitze – macht 16 von 31 Stimmen im Parlament. Eine hektische Suche nach möglichen Bündnispartnern war am Montag aber nicht absehbar. Sachpolitik mit wechselnden Mehrheiten scheint angesagt in der Hansestadt.

Mehr in unserer Zeitungsausgabe vom Dienstag.

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