Der Umbau im Korbacher Zentrum geht voran – und vermindert den Stau am Nordwall

Weg frei übers neue Pflaster

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Eine weite Fläche am Berndorfer Tor ist fertig gepflastert. Als zweite Etappe folgt der noch geschotterte Streifen rechts.Foto: Kleine

Korbach - Der Weg für Fußgänger am Berndorfer Tor ist Samstag erstmals wieder frei. Die kommende Woche dürfte deshalb auch Entspannung bringen am Nordwall, wo sich zuletzt oft Blechschlangen bildeten.

Die Baukonjunktur in der Hansestadt floriert. Doch etliche Baustellen parallel blieben in den vergangenen Wochen nicht ohne Wirkung: Die Frankenberger Landstraße ist gesperrt, weil an der Kreuzung zum Südring ein neuer Kreisel entsteht. Abriss des Parkdecks und neues Pflaster mitten im Zentrum sorgen ebenfalls für Umwege im Verkehrsstrom. Zusätzlich war die Tränkestraße auf dem Altstadtring für einige Wochen gesperrt.

Als Folge verdichtete sich der Verkehr über den Nordwall hinunter ins Zentrum gewaltig. Mitunter staute sich die Blechlawine vom Kreisel an der Briloner Landstraße bis hinauf zur Poststraße.

Blechschlangen vorm Kreisel am Nordwall

Zum Geduldsspiel für Autofahrer trugen aber auch Schlangen von Fußgängern bei. Der direkte Weg auf der Korbacher Einkaufsmeile durch die Tiefebene war zeitweise versperrt, weil dort neue Kabelrohre und Pflaster verlegt werden. Viele Passanten nahmen deshalb den Umweg über die Kreuzung von Nordwall und Briloner Landstraße.

„Ein solcher Umbau führt zu Behinderungen, da kann ich nur um Nachsicht bitten“, erklärt Bürgermeister Klaus Friedrich auf WLZ-Nachfrage. Doch die Arbeiten liegen weiterhin gut im Zeitplan, betont Bauamtsleiter Stefan Bublak.

Selten steht eine Baustelle unter solch intensiver öffentlicher Beobachtung wie derzeit das Berndorfer Tor. Schon der Abriss des benachbarten Parkdecks lockte Schaulustige in Scharen. Derzeit nutzen Kunden und Spaziergänger die Sommersonne, um bei einer Pause etwa auf den Bänken vorm Modehaus Manhenke den Umbau im Herzen der Fußgängerzone zu verfolgen.

Umbau Fußgängerzone ist im Zeitplan

Geht das auch alles schnell genug? Das mag sich mancher Passant fragen. Doch was die Bauleute unten im „Loch“ just in der Sommerhitze leisten, das ist Schwerstarbeit. Die vermeintlich handlichen Pflastersteine sind schwer wie Kanonenkugeln, im Untergrund gilt es, Rohre für Kabel und Abflüsse zu legen - und dann beim Planieren das stark wechselnde Gefälle zu berücksichtigen. Obendrein müssen bei dieser Operation am offenen Herzen auch noch Wege zu den Geschäften freigehalten werden.

Doch im Verzug sind die Arbeiten keineswegs, erklärt Frank Sendzik, Bauleiter bei der heimischen Baufirma Pieper. Das Team beim Pflastern wurde sogar noch aufgestockt, um für den heutigen Samstag wieder einen direkten Weg durch die Tiefebene zu ermöglichen.

In der kommenden Woche wird der Durchgang noch mal für drei, vier Tage abgesperrt, um das letzte Stück Pflaster vor Manhenke unter der Straßenbrücke zu setzen. Danach ist der Weg durch die Tiefebene halbseitig wieder frei - und die Pflasterer setzen ihre Arbeit auf dem Streifen gegenüber fort.

Gut im Zeitplan liegt auch der Bau des neuen Parkplatzes zwischen Fußgängerzone und Kalkmauer. Noch in den Schulferien soll mit der Zufahrt auf dem Straßenstück „Hinter dem Kloster“ begonnen werden.

Von Jörg Kleine

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