Abiturienten an der ALS übernehmen für einen Tag das Kommando und übernachten im „Protest-Camp“

„Freiheit für die Bildungssklaven“ - Bildergalerie

Korbach - Eigentlich müssen sich die Abiturienten der Alten Landesschule gar nicht mehr für eine bessere Schulpolitik einsetzen. Und so war der Abistreich wohl auch mehr als spaßige Warnung für jene zu sehen, die den langen Weg noch gehen müssen.

Zelte und Mülltonnen stehen am Montagmorgen vor dem Schuleingang der ALS, der Weg dorthin ist mit Absperrband versperrt. Wenn an der Alten Landesschule in Korbach für einen Tag Ausnahmezustand herrscht und der Schulhof zur Konzertbühne umfunktioniert wird, dann sind das klare Zeichen für den Abistreich.

Von Sonntag auf Montag campieren die Abiturienten vor den Eingangstüren der Schule. Ihnen geht es nicht wie der Blockupy-Bewegung in Frankfurt um die europäische Finanzpolitik, sondern vielmehr um Spaß. Sie bejubeln das Ende ihrer Schullaufbahn. Das Ganze versehen mit dezenten Seitenhieben auf die Bildungspolitik. „Flieht, ihr Narren“, wird den Schülern geraten, die morgens an der ALS ankommen. Auf dem Schulhof fordern die Abiturienten auf Schildern „Freiheit für die Bildungssklaven“. Schüler in Uniformen der amerikanischen Spezialeinheit SWAT sind auf dem Gelände unterwegs, andere haben Gasmasken auf.

Zu „Ausschreitungen“ kommt es nicht, aber einen Tag lang kosten die Abiturienten die Freiheit voll aus. In den ersten Unterrichtsstunden gibt es in den Klassenräumen Spiele - wohl mehr zum Leidwesen der Lehrer als der Schüler. Ab der ersten großen Pause tummelt sich dann alles auf dem Schulhof. Auch in Korbach darf das Internet-Phänomen „Harlem Shake“ nicht fehlen, eingeheizt von den Mitgliedern der Rock-AG und mit Gesangseinlagen der Abiturienten wird das Ende der Schulzeit gefeiert.

Schicker, geordneter und festlicher soll es am Freitag werden. Dann findet um 10 Uhr die Zeugnisübergabe in der Kreissporthalle statt. Wegen des doppelten Abi-Jahrgangs gibt es zudem eine Videoübertragung in die Aula.

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