Rhenaer Musikverein präsentiert Besuchern in der Goddelsberghalle abwechslungsreiches Programm

Freiheitsdrang musikalisch ausgedrückt

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Die Jugendgruppe des Musikzuges eröffnete das Konzert in der vollbesetzten Goddelsberghalle mit zwei Stücken.

Korbach-Rhena - „Freiheit“ war am Sonntag das große Thema beim Frühjahrskonzert des Rhenaer Musikvereins.

Der „Wind of Change“, der 1989/90 half, die Diktaturen des Ostblocks hinwegzublasen, der „Chor der Gefangenen“ aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“, der die Sehnsucht der in babylonischer Gefangenschaft steckenden Hebräer nach der Freiheit in ihrer Heimat besingt, die Melodien aus dem Film „Braveheart“ über den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace: Auch die Musik hat der Freiheit ein Denkmal gesetzt. Wie vielfältig die Stile und Stücke zu diesem Thema sind, bewies der Musikverein am Sonntagnachmittag bei seinem Streifzug durch die Welt der Oper, Märsche, Filmmusik und der Pop-Ära. In der vollbesetzten Goddelsberghalle erlebten die etwa 380 Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Und die 45 Aktiven unter der Leitung von Jürgen Klingelhöfer gaben Einblicke in ihr breites Repertoire. Zum Auftakt zeigte die Jugendgruppe unter der Leitung von Frank Oschmann, welche Fortschritte sie in den vergangenen Monaten gemacht hat. In einem Pop-Medley spielte sie moderne Stücke über die Freiheit der Jugend sowie die Melodie „Skyfall“ aus der James-Bond-Filmreihe.

Der Musikverein bot zum Auftakt seines Parts den amerikanischen „Liberty Bell March“ von John Philip Sousa - dabei ließ Schlagzeuger Markus Günther die „Rhenaer Freiheitsglocke“ mit dem Wappen des heimischen Adelsgeschlechts erklingen. Der moderne Marsch „Neue Welt“ und das „Brave- heart“-Medley folgten. Reinhard Meys Klassiker „Über den Wolken“ und der „Wind of Change“ beendeten den ersten Teil.

In der Kaffeepause sorgte das Team um Carina Preising und Astrid Müller fürs Wohl der Gäste, die Frauen hatten sich auch um die frühlingshafte Dekoration der Tische gekümmert. Im zweiten Teil spielte die Jugendgruppe das moderne Seemannslied „Santiago“ - das Hauptorchester betätigte sich dabei als Shanty-Chor. Im Marsch „Tiroler Adler“ geht es um den Freiheitsdrang der Südtiroler.

Dem „Gefangenenchor“ ließen die Musiker Höhepunkte aus dem Musical „Les Misérables“ um Armut, Moral und Revolution folgen. In einem weiteren Medley präsentierte das Orchester Stücke aus vier Kriegsfilmen, in denen es um Freiheit und Gerechtigkeit geht. Zugaben waren der Marsch „In die weite Welt“ und das „Waldecker Lied“.

Frank Oschmann und Marina Kieweg führten durchs gut zweieinhalbstündige Programm, dabei griffen sie die verschiedenen Aspekte von Freiheit auf. Alle im Saal sangen zum Schluss „Die Gedanken sind frei“. Alle Gäste hätten die Freiheit gehabt, das Konzert zu besuchen, sagte Oschmann. Das dürften sie nicht bereut haben. (-sg-)

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