Waldeck-Frankenberg

Freitag schulfrei - Ferien haben schon begonnen

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- Waldeck-Frankenberg (hs/lb). Schneefrei an den Schulen in Waldeck-Frankenberg: Wegen des starken Winterwetters und der unsicheren Straßenverhältnisse bleiben die Schulen im Landkreis Waldeck-Frankenberg am Freitag geschlossen. Die Ferien haben somit schon begonnen.

Dies gab Landrat Dr. Reinhard Kubat in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt in Fritzlar am Donnerstagabend bekannt. Da die Weihnachtsferien am Freitag beginnen sollten und ohnehin nur drei Unterrichtsstunden vorgesehen seien, wolle man jedes Risiko vermeiden, sagte der Landrat. Denn ab Nachmittag setzte starker Schneefall ein, der bis in die Nacht neue Schneemassen brachte.

Die Schulleitungen seien entsprechend informiert worden, eine Betreuung werde sichergestellt, falls es Eltern und Erziehungsberechtigten aus beruflichen oder sonstigen Gründen nicht möglich ist, diese selbst zu organisieren, erklärte der Landrat. Er wünscht in seinem Rundbrief den rund 18.000 Schülerinnen und Schülern im Landkreis „schöne Ferien und besseres Wetter zum Schulbeginn im nächsten Jahr“.

Für Tausende Schüler war der Unterricht auch am Donnerstag schon nach der vierten Stunde zu Ende. Das gegen Mittag erwartete Schneechaos blieb zunächst aus. Trotzdem hat ein Großteil der Schulen in Waldeck-Frankenberg seine Schüler nach der vierten Stunde vorsorglich nach Hause geschickt.

Landrat Dr. Reinhard Kubat hatte noch am Mittwochabend den Schulleitern empfohlen, den Unterricht früher zu beenden. Damit sollte garantiert werden, dass die Schüler sicher – auch mit Bussen – nach Hause kommen, bevor sich die Straßenverhältnisse zu sehr verschlechtern. Dem Aufruf des Landrats folgten rund 50 Schulen.

Michael Gering, Leiter der Louis-Peter-Schule (LPS) in Korbach, informierte am Vortag gegen 23 Uhr das Kollegium per E-Mail über seine Entscheidung, die Schüler früher nach Hause zu schicken. „Wir haben viele Fahrschüler“, begründete Gering den frühen Unterrichtsschluss. Von dem profitierten übrigens nur die Schüler. Für die meisten Lehrer hieß es weiter „Dienst nach Stundenplan“, um auch die Kinder zu betreuen, die nicht die Schule vorzeitig verlassen konnten. Die Kinder und Jugendlichen nahmen den verkürzten Schultag mit Begeisterung auf.

Celine Teutsch (13) aus Strothe etwa kann sich jetzt etwas länger auf eine Deutscharbeit vorbereiten. Die hätte die LPS-Schülerin eigentlich in der fünften Stunde schreiben müssen. „Die Arbeit wird jetzt nach den Ferien nachgeholt“, sagt Celine. Lars Schaper (13) aus Mühlhausen freut sich über vier freie Stunden: Für ihn fallen Turnen, Deutsch und Geschichte aus. Regulären Unterricht gab es indes nur an rund einem Dutzend Schulen, etwa an den Beruflichen Schulen in Bad Arolsen oder der Werner-Wicker-Schule in Bad Wildungen. Auch an der Alten Landesschule in Korbach mussten die Kinder und Jugendlichen die Schulbank drücken. Schulleiter Robert Gassner hatte sich mit Blick auf aktuelle Wetterprognosen am Morgen gegen „Schneefrei“ ausgesprochen.

Für die Busunternehmen bedeutete der frühe Unterrichtsschluss eine logistische Herausforderung: „EWF stand ebenso wie alle Busunternehmen und der NVV während des gesamten Vormittags ständig in Kontakt mit den Schulen“, sagte Heike Bayerköhler, Sprecherin der Energie Waldeck-Frankenberg. Die Busunternehmen hätten alle verfügbaren Fahrzeuge bereit gestellt, konnten aber den laufenden Fahrplanbetrieb auch nicht lahmlegen, um alle Busse nach der vierten Stunde an den Schulen vorfahren zu lassen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 17. Dezember.

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