Korbach

„Freude an Berufsausbildung vermitteln“

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- Korbach (nv). Für die Berufsausbildung werben, Eigenverantwortlichkeit fördern: Diese Ziele haben sich die Korbacher Berufsschüler für die Berufserkundungstage gesetzt, an denen sie in die Rolle des Ausbilders schlüpfen. Sie gewähren Haupt- und Realschülern Einblicke in die Arbeitswelt.

„Fitmacher Nudeln“ – unter diesem Motto ging es beim ersten von zwei Erkundungstagen am gestrigen Mittwoch hoch her. In der Lehrküche füllen Schüler der Louis-Peter-Schule Korbach und der Mittelpunktschule Adorf Canneloni mit Hackfleisch, schichten Lasagneplatten und bereiten Nudelaufläufe mit Broccoli und Schinken vor.

„Wir vermitteln die Grundlagen unseres Berufs“, berichtet Peter Kitzinger mit Blick auf seine Mitschüler, die allesamt blütenweiße Berufskleidung tragen. Alle „Ausbilder“ sind angehende Köche im zweiten Lehrjahr und kreieren an diesem Tag gemeinsam mit ihren „Azubis“ Nudelgerichte für Jugendliche. Da Hygiene und Arbeitssicherheit in der Küche eine große Bedeutung haben, stehen diese ebenso im Mittelpunkt wie Schneidetechniken und andere praktische Tipps. „Gerichte auszuprobieren macht einfach Spaß“, schwärmt LPS-Schülerin Caroline Feist. Ebenso wie ihre Mitschülerin Angelique Goos kann sie sich gut vorstellen, eine Ausbildung zur Köchin zu absolvieren.

„Alles ist so, wie ich es mir vorgestellt habe“, fühlt sie sich durch den Berufserkundungstag bestärkt. „Wir wollen den Schülern einen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen“, berichtet Edda Schmidt, Koordinatorin der Berufserkundungstage. „Wenn Betriebe informieren, stellen sie häufig nur die positiven Seiten des Ausbildungsberufs dar“, spricht die Pädagogin aus Erfahrung. Zwischen Auszubildenden und Schülern wird hingegen auch klar über die Kehrseite der Medaille gesprochen, zum Beispiel über hohe Anforderungen in der Theorie oder über nicht alltägliche Arbeitszeiten wie im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Selbst Hand anlegen dürfen auch die Schüler, die sich für den Beruf des Dachdeckers interessieren. „Du musst zuerst die obere Faser anschneiden und dann mit dem Akkubohrer Gas geben bis das Holz durch ist“, leitet Lehrerin Bettina Dersch die Schüler beim Bau eines Nistkastens an.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 3. März.

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