Neue Satzung erlaubt mehr Gestaltungsmöglichkeiten auf Gräbern

Friedhofsgebühren steigen

Lichtenfels - Mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung von Gräbern werden den Lichtenfelsern ab Juli zugestanden. Allerdings steigen die Friedhofsgebühren deutlich an.

Die noch bestehende Friedhofsordnung war bei der Bevölkerung in Lichtenfels immer wieder auf Kritik gestoßen – zu viele Vorgaben, zu rigide Vorschriften bei der Gestaltung von Gräbern wurden häufig moniert. Das nahm der Magistrat zum Anlass, zusammen mit Ortsvorstehern und Kirchenvertretern nach Alternativen zu suchen. Am Dienstagabend wurde die neue Friedhofsordnung bei der Lichtenfelser Stadtverordnetenversammlung vorgestellt und erhielt durchweg Zustimmung. Es bleibt aus Gründen der Pietät dabei, dass sich Grabmale in die Gestaltung und das Gesamtbild das Friedhofs einordnen sollen. Doch sind der Gestaltung nicht mehr allzu enge Grenzen gesetzt. So ist ab Juli 2014 bei Grabfeldern „Besondere Gestaltung“ möglich, Kies, Rindenmulch oder ähnliches Material zu nutzen: die Beschränkung auf maximal ein Drittel der Grabfläche wurde gestrichen. Die Höhe der Grabmale ist nun auf maximal 1,50 Meter festgesetzt; bislang waren es 1,20 Meter. Bei Grabfeldern „Allgemeine Gestaltung“ ist eine Grabeinfassung nun vorgeschrieben, allerdings sind Gestaltungen jeglicher Art ab Juli erlaubt. Lediglich in Immighausen und Rhadern sind Vollabdeckungen bei Erdbestattungen wegen besonderer Auflagen nicht zulässig. Indes steigen die Friedhofsgebühren deutlich. Für die Grabherstellung eines Verstorbenen werden ab Juli 950 Euro anstelle von 662 Euro erhoben, für ein Urnenwahl- oder Urnenreihengrab werden 250 Euro veranschlagt; bisher waren es 110 Euro. Nutzungsrechte für Wahlgräber für Erdbestattungen oder Urnen kosten in Zukunft 450 anstatt 305 Euro. Die Stadtverordneten hatten schon bei der Haushaltsberatung Anfang 2014 beschlossen, die Gebühren zu erhöhen. Ein Defizit von 35 000 Euro und die Vorgabe, einen möglichst ausgeglichenen Gebührenhaushalt zu fahren, hatten sie zu dem Entschluss bewogen, das Defizit wenigstens um 10 000 Euro zu verringern. Alle Fraktionen unterstrichen die Notwendigkeit der Gebührenerhöhung. Eckhard Schnatz von der CDU beantragte allerdings, der Magistrat möge noch weitere Einsparmöglichkeiten erkunden. „Wir können nicht nur die Gebühren erhöhen, sondern wir müssen auch auf der Ausgabenseite nach weiteren Einsparmöglichkeiten suchen“, unterstrich er. Einstimmig wurde der CDU-Antrag angenommen.„Wir werden prüfen, in wieweit Pflegekräfte vor Ort ­Arbeiten übernehmen können. Das reduziert die Personalkosten beim Bauhof“, erklärte Bürgermeister Uwe Steuber. Von Marianne Dämmer

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