Sanierung: Alte Landesschule verlegt Sportunterricht in andere Hallen

Frischekur für Kreissporthalle

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Schauen sich die Arbeiten an der Kreissporthalle an (von links): Schulleiter Robert Gassner, Dirk Wilke (Gebäudemanagement), Matthias Schäfer (Fachdienst Sport), Udo Weitekemper (Gebäudemanagement) und Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf.

Korbach - Die Kreissporthalle wird bis zum Frühjahr 2015 auch innen gründlich saniert. Weil die Halle als „Versammlungsstätte“ eingestuft wird, muss der Kreis eine Lüftung einbauen – und etwas tiefer in die Tasche greifen.

Der Schwingboden ist schon draußen, auch die Deckenkonstruktion und der Prallschutz an den Wänden. Handwerker zerlegen gerade die Tore zu den Geräteräumen. Der typische Turnhallengeruch nach kaltem Schweiß hängt trotzdem in der Luft. Nach 40 Jahren hat er sich mit dem Gebäude verbunden.

1,3 Millionen Euro investiert der Landkreis in den zweiten Abschnitt der Kreissporthallen-Sanierung. 2010 wurden bereits für 1,5 Millionen Euro die Umkleidebereiche saniert, die Fenster erneuert und die Fassade gedämmt. Diesmal sind die eigentliche Sporthalle, der Gymnastikraum, die Geräteräume, die Zuschauertribüne und die Sanitäranlagen dran. Die Beleuchtung wird auf LED-Technik umgestellt.

Schweißgeruch ade? Neu wird eine computergesteuerte Lüftungsanlage eingebaut. Sie ist Pflicht, weil in der Kreissporthalle auch Veranstaltungen mit großem Publikum stattfinden. Dadurch gilt sie als Versammlungsstätte mit strengeren Baurichtlinien. Auch die Brandschutzvorschriften sind schärfer als bei einfachen Sporthallen. Dadurch wird die Sanierung teurer, das Land fördert die Modernisierung allerdings mit 41000 Euro.

Immerhin, die neue Lüftungsanlage arbeitet relativ energiesparend, weil sie sich dem Nutzungsverhalten automatisch anpasst. Das heißt: Im Sportunterricht und bei Trainingsstunden produziert sie nur ein laues Lüftchen, bei der Lehrerhitparade vor vollem Haus läuft sie auf Touren und sorgt für ein frisches Klima. „Die Aufenthaltsqualität wird gesteigert, die Besucher fühlen sich wohler“, sagt Udo Weitekemper, Leiter des Eigenbetriebs Gebäudemanagement des Landkreises.

Eine logistische Herausforderung beschert die Sanierung der Alten Landesschule. „Wir sind über den Zeitpunkt nicht ganz glücklich“, sagt Schulleiter Robert Gassner. Ausgerechnet im Winterhalbjahr, wenn der Sportunterricht größtenteils drinnen stattfindet, muss sich das Gymnasium nach Ausweichhallen umschauen und die Schüler dorthin transportieren. Auch der Vereinssport sucht nach Alternativen, die TSV-Handballer etwa sind in die Halle der beruflichen Schulen umgezogen.

Schon im November soll der Gymnastikraum wieder zur Verfügung stehen, in der Halle soll der Sportbetrieb voraussichtlich Ende Februar, Anfang März starten. Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf ist sich sicher: „Die Maßnahme wird sich für alle lohnen, das Ergebnis wird alle zufrieden stellen.“ (Lutz Benseler)

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