Adorfer Mittelpunktschüler führen Musical „Mandra-Gorona“ auf

Fünf Freunde widerstehen Lefuet

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Diemelsee-Adorf - Das Musical war der krönende Abschluss der Festwoche zum 50-jährigen Bestehen der Schule.

Gemeinsam widersetzen sich die fünf Freunde dem verbannten Lefuet, der sie ins Reich des Bösen entführen will. Ihr Mut ermöglicht es dem Präsidenten von „Mandra-Gorona“, Prof. Much Gorantoteles, seinen alten Widersacher zu stellen - und ihn in eine Kellerassel zu verwandeln...

Das Publikum in der restlos ausverkauften Dansenberghalle applaudiert am Dienstag Abend begeistert - nicht nur wegen des guten Ausgangs der Geschichte: Die Jungen und Mädchen der Mittelpunktschule haben bei der rund zweistündigen Musical-Aufführung eine schauspielerische, tänzerische und musikalische Glanzleistung geboten.

Die Schüler entführen ihr Publikum ins wundersame Reich von „Mandra-Gorona“, das für Menschen gewöhnlich nicht sichtbar in einer riesigen Eishöhle unter der Arktis liegt. Dort werden in Plantagen Mandragora-Pflanzen gezüchtet. Aus deren Wurzeln werden „Gowichte“ geschnitzt. Sobald im Leib einer Menschenmutter ein Kind entsteht, haucht der Präsident einem „Gowicht“ Leben ein. Er durchläuft drei Semester lang die Universität und soll neun Monate später als „Much“ auf der Erde das soeben geborenen Kind bis zu dessen 18. Lebensjahr beschützen. Dazu verwandelt er sich in ein Tier.

Ausbildung für „Monks“

Das Musical zeigt die Ausbildung der Klasse „Monk alpha“, in der die fünf „Monks“ Arual, Neelam, Asuil, Slin und Snah Freunde werden. Weltkunde, Wurzelkunde oder Anatomie stehen auf ihrem Stundenplan. Auch das Verwandeln in Tiere und die Zurückverwandlug müssen sie lernen - ohne Schaden anzurichten wie der „Monk“, der sich als Elephant versucht.

Doch diese Ordnung ist gefährdet durch den einstigen besten Freund des Präsidenten: Lefuet wurde nach einer Verfehlung verbannt und hat das Reich „Lefuet-Terra“ gebildet, von dem aus er das Böse auf der Welt verbreiten will. Weil seine Plantagen nicht recht gedeihen, entführt er „Monks“ aus „Mandra-Gorona“ und versucht, sie für seine Zwecke umzuerziehen.

Auch die fünf Freunde geraten in Gefahr. Zum Abschluss ihres ersten Semesters besuchen sie die Erde, wo sie auf Japanerinnen, Afrikanerinnen, Bayerinnen, Papageien und Delphine treffen. Ihr Lehrer für „Gowicht“-Anatomie, Much Nitram, begibt sich lieber auf Shoppingtour als seine Klasse zu beaufsichtigen. Da sieht Lefuet seine Chance gekommen: Durch Täuschung zieht er vier der Freunde in seinen Bann. Doch der Fünfte durchschaut ihn - es gelingt ihm, den Kontakt zu den anderen halten, die drohen, ins Reich des Bösen abzugleiten.

Im letzten Moment eilt Präsident Prof. Much Gorantoteles herbei, der Lefuet besiegt: Er verwandelt ihn in eine Kellerassel. Da es Lefuet schon als „Monk“ nie gelungen ist, sich von diesem Tier zurückzuverwandeln, bleibt er im Körper der Assel gefangen, seine Macht ist gebrochen. Doch das Böse sei damit nicht aus der Welt, mahnt der Erzähler Much Wullekatte am Ende. Er alle ruft auf, auch weiter alles zu tun, um Gutes zu bewirken. Als Antwort erhält er donnernden Applaus.

Geschrieben hat das Stück Rektor Jürgen Wohlfahrt, der als Erzähler auch durch die Geschichte führt. Sein Freund Patrick Busch aus Rothenburg hat sie vertont. Die Inszenierung hat der Musiklehrer Franz Zepperitz mit den Schülern und der Unterstützung seiner Kollegen im Laufe des Schuljahres einstudiert. Auch viele Eltern sind beteiligt, ob es um die Tanzchoreographien oder die prächtigen Kostüme geht. Aufwendig haben Schüler und Lehrer zudem das Bühnenbild gestaltet.

„Die Geschichte will Hoffnung wecken, dass wir Menschen niemals allein sind“, sagt Wohlfahrt. „Außerdem soll sie Mut machen, gegen das Böse und Ungerechte in der Welt anzukämpfen.“ Neue Abenteuer aus „Mandra-Gorona sind zu erwarten, wie er zum Schluss ankündigt: Spätestens im Ruhestand will er Fortsetzunggeschichten schreiben.

Von Dr. Karl Schilling

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